Derivate-Margen: Basel und IOSCO sehen keinen Handlungsbedarf
Grünes Licht für Derivate-Regeln
Die globalen Regulierer BCBS und IOSCO haben die Margenpflichten für nicht-zentral geclearte Derivate überprüft und keine wesentlichen Mängel festgestellt.
Das 2011 auf G20-Initiative eingeführte Rahmenwerk, dessen letzte Phase im September 2022 startete, soll die Widerstandsfähigkeit der Finanzmärkte stärken.
Die Aufseher sehen daher keine Notwendigkeit für Änderungen, empfehlen aber einen fortlaufenden Informationsaustausch und die Beobachtung von Marktpraktiken.
Ein klares Signal, dass die Post-Krisen-Reformen in diesem Bereich greifen.
Post-Krisen-Regulierung auf dem Prüfstand
Nach der Finanzkrise 2008 drängte die G20 auf eine umfassende Reform des Derivatemarktes, um systemische Risiken zu mindern.
Die Margenpflichten für OTC-Derivate waren ein Kernstück dieser Bemühungen, um die Ansteckungsgefahr zwischen Finanzinstituten zu reduzieren.
Die nun vorliegende Überprüfung durch BCBS und IOSCO ist ein wichtiger Meilenstein, der die Wirksamkeit dieser Maßnahmen bestätigt und signalisiert, dass die Regulierer mit dem Status quo zufrieden sind – zumindest vorerst.
Stabilität statt Reformdruck
Die Meldung ist keine Überraschung, aber ein wichtiges Signal der Stabilität.
Sie bestätigt, dass die umfangreichen Regulierungsanstrengungen der letzten Dekade im Derivatemarkt Früchte tragen.
Für Marktteilnehmer bedeutet dies Planungssicherheit; für Regulierer eine Bestätigung ihrer Arbeit.
Neue Impulse für den Markt oder die Politik sind jedoch nicht zu erwarten.