Mauderer: Realwirtschaft muss Klimaziele umsetzen
Klimaziele: Die Stunde der Realwirtschaft
Sabine Mauderer, Vize-Präsidentin der Bundesbank, fordert nach der COP30 in Belém einen Paradigmenwechsel: Weg von endlosen Verhandlungen, hin zu konkreter Umsetzung von Klimazielen.
Die "Koalition der Willigen" – etwa Brasiliens "Tropical Forest Forever Facility" oder Initiativen Kolumbiens und der Niederlande – zeigt, dass Fortschritt auch ohne globalen Konsens möglich ist.
Entscheidend sei nun, die Realwirtschaft – von der Industrie über die Landwirtschaft bis zum Bausektor – als Motor für Innovation und Investitionen zu aktivieren.
Mauderer betont, dass die Unternehmen die eigentlichen Treiber des Wandels sein müssen.
Nach COP30: Der Druck zur Umsetzung
Zehn Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen ringt die Welt noch immer um effektive Klimapolitik.
Die COP30 in Belém offenbarte erneut die Zerrissenheit zwischen ambitionierten Zielen und politischen Realitäten, wie dem angekündigten Rückzug der USA aus dem Paris-Abkommen.
In diesem Klima gewinnen pragmatische Ansätze und die Mobilisierung der Privatwirtschaft an Bedeutung.
Mauderers Appell spiegelt die wachsende Erkenntnis wider, dass Klimaschutz nicht allein auf diplomatischen Gipfeln entschieden, sondern in der Wirtschaft umgesetzt werden muss.
Klimaschutz: Der Ball liegt bei der Wirtschaft
Mauderer verschiebt den Fokus von der politischen Bühne auf die Unternehmen.
Das ist eine wichtige Nuance in der Debatte und signalisiert, dass Zentralbanken die Rolle der Realwirtschaft stärker in den Blick nehmen.
Für die Tagespolitik liefert sie keine direkten Signale, aber eine klare strategische Ausrichtung.