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RBI-Chef: Regulierung muss 'optimal einfach' sein

Optimal einfach regulieren

Indiens Notenbankchef Sanjay Malhotra skizziert die pragmatische Philosophie der Reserve Bank of India (RBI) für Finanzmarktregulierung.

Er betont die Notwendigkeit „optimaler Einfachheit“ durch einen Hybridansatz aus prinzipien- und regelbasierten Rahmenwerken, wie er im neuen Expected Credit Loss (ECL) Framework zum Tragen kommt.

Proportionalität, Konsultation, Evidenzbasierung und regelmäßige Überprüfung sind weitere Kernpfeiler.

Diese flexible Strategie soll Innovation und Stabilität im vielfältigen indischen Finanzsektor ausbalancieren und dem Phänomen der „Regulierungs-Ratsche“ entgegenwirken.

Der Kampf gegen die 'Regulierungs-Ratsche'

Weltweit ringen Zentralbanken mit der Komplexität ihrer Finanzsysteme nach der globalen Krise von 2008.

Malhotras Plädoyer für regelmäßige Überprüfung und „optimale Einfachheit“ adressiert die Kritik an immer umfangreicheren, starren Regelwerken.

Es positioniert die RBI als einen vorausschauenden Regulator, der aus der Vergangenheit lernt und die Fallstricke eines übermäßig präskriptiven Ansatzes in einem dynamischen Schwellenland vermeiden will.

Der FSDC-Auftrag zur periodischen Überprüfung untermauert diesen breiteren Effizienz-Impuls.

Pragmatismus statt Dogma

Malhotra skizziert eine flexible, aber entschlossene Regulierungsphilosophie.

Die Betonung von Hybridansätzen und Proportionalität zeigt, dass die RBI die Komplexität des indischen Marktes ernst nimmt.

Die Absage an die 'Regulierungs-Ratsche' ist ein starkes Signal für eine dynamische Anpassung, die über reine Pflichterfüllung hinausgeht.

Für Investoren ist dies ein wichtiger Einblick in die Denkweise des Regulators.