RBA erforscht Inflationsdynamik und Zinswirkung: Blick hinter die Kulissen
RBA beleuchtet strukturelle Wirtschaftsfragen
Sarah Hunter, Assistant Governor (Economic) der Reserve Bank of Australia (RBA), sprach am 20. November 2025 beim Australian Industry Group Executive Luncheon über die Forschungsagenda der Zentralbank.
Sie hob drei Kernbereiche hervor: Erstens die Inflationsdynamik, insbesondere wie Unternehmen Preise nach der Pandemie festlegen und Kosten weitergeben, unter Nutzung von Mikrodaten.
Zweitens die Messung der Angebotskapazität der Wirtschaft, mit Fokus auf den angespannten Arbeitsmarkt und die Definition von Vollbeschäftigung.
Drittens die sich ändernden Transmissionskanäle der Geldpolitik, einschließlich der stärker als erwartet reagierenden Immobilienmärkte auf Zinssenkungen.
Die RBA betont die Bedeutung von Einblicken aus der Geschäftswelt für ihre Analyse.
RBA ringt mit Inflationsprognosen
Die Rede von Sarah Hunter bietet wertvolle Einblicke in die strategische Denkweise der RBA, insbesondere nach den jüngsten "überraschend starken" Inflationsdaten.
Sie unterstreicht die Herausforderungen bei der Inflationsprognose und die Notwendigkeit, strukturelle Veränderungen in der Wirtschaft zu verstehen.
Die Betonung der Angebotsseite und des Arbeitsmarktes spiegelt die globale Debatte über potenzielle Wachstumsraten und nicht-inflationäre Vollbeschäftigung wider.
Die Untersuchung der Zinsübertragungsmechanismen ist entscheidend für die Kalibrierung zukünftiger geldpolitischer Maßnahmen, insbesondere angesichts der sensiblen Reaktion des Immobilienmarktes.
Einblick in RBA-Denkwerkstatt
Die Rede bietet einen seltenen Einblick in die aktuelle Forschungsagenda der RBA, die für institutionelle Investoren und Policy-Experten von hoher Relevanz ist.
Die explizite Erwähnung der Überraschung über die jüngsten Inflationsdaten und die detaillierte Beschreibung der Untersuchungsfelder (Mikrodaten, Angebotskapazität, Transmissionskanäle) liefern wichtige Signale über die Prioritäten und Herausforderungen der Zentralbank.
Es handelt sich um eine substanzielle Quelle, die das Fundament zukünftiger geldpolitischer Entscheidungen beleuchtet, ohne jedoch direkte Policy-Ankündigungen zu enthalten.