E-Autos überfordern lokale Netze: Dallas Fed fordert smarte Tarife
Schattenpeaks im Verteilnetz
Das rasante Wachstum der E-Mobilität stößt an ein unterschätztes Nadelöhr: die lokalen Stromverteilnetze.
Ein Working Paper der Dallas Fed warnt, dass die Kapazität kleiner Netzsegmente durch den gleichzeitigen Ladebedarf vieler E-Autos überfordert wird – selbst wenn das übergeordnete Netz Reserven hat.
Herkömmliche Zeit-Tarife können sogar „Schattenpeaks“ erzeugen.
Die Autoren schlagen stattdessen nachfragebasierte Tarife und koordiniertes Laden vor, um teure Netzausbauten zu minimieren und Anreize für Verbraucher zu schaffen.
E-Mobilität: Engpass Verteilnetz
Während die Debatte um die E-Mobilität oft auf die private Ladeinfrastruktur oder die Erzeugungskapazität des Gesamtnetzes fokussiert, rückt dieses Papier einen kritischen Engpass in den Vordergrund.
Die Kosten für Verteilnetz-Upgrades explodieren bereits, Lieferketten sind angespannt.
Die Studie zeigt, dass der Ausbau allein keine nachhaltige Lösung ist.
Stattdessen müssen ökonomische Anreize die Nutzung der bestehenden Infrastruktur optimieren, um die Energiewende nicht auszubremsen.
Verteilnetz-Engpass: Die Achillesferse der E-Mobilität
Das Papier identifiziert einen zentralen, oft übersehenen Engpass der Energiewende: die lokalen Verteilnetze.
Es liefert konkrete ökonomische Lösungsansätze jenseits des reinen Netzausbaus und betont die Rolle von Ökonomen bei der Gestaltung effizienter Anreizsysteme.
Eine Pflichtlektüre für Energieversorger und Regulierer.