Fed-Gouverneur Miran: Mieteninflation fällt schneller als erwartet
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Fed-Gouverneur Miran: Mieteninflation fällt schneller als erwartet

Mieteninflation: Der Peak ist vorbei

Die Mieteninflation im PCE-Index wird schneller fallen als bisher angenommen, prognostiziert Fed-Gouverneur Stephen I. Miran.

Er erklärt, dass der PCE-Shelter-Index, der die Wohnkosten aller Haushalte erfasst, traditionell den Marktmieten für Neumieter hinterherhinkt.

Doch diese Lücke hat sich nicht nur geschlossen: Ein separater All-Tenant-Mietindex hat die Neumieter-Mieten erreicht, während der PCE-Shelter-Index diese sogar übertroffen hat.

Miran folgert, dass die Phase des Aufholens beendet ist, was eine raschere Entspannung bei den Wohnkosten und damit einen schnelleren Weg zum 2-Prozent-Inflationsziel der Fed verspricht.

Der Kampf um die Inflationsprognose

Die Entwicklung der Mieteninflation ist seit Monaten ein zentraler Streitpunkt in der Inflationsdebatte.

Viele Ökonomen und Notenbanker befürchteten, dass die verzögerte Erfassung von Wohnkosten in den offiziellen Indizes die Gesamtinflation hartnäckig hochhalten würde.

Mirans detaillierte Analyse, die auf eine Übererfüllung der Marktmieten durch den PCE-Shelter-Index hindeutet, liefert nun ein starkes Argument gegen diese These.

Seine Einschätzung könnte die Erwartungen an den Inflationspfad und damit die geldpolitische Diskussion maßgeblich beeinflussen.

Ein Lichtblick für die Fed

Miran liefert eine detaillierte, datengestützte Argumentation, warum die Mieteninflation nicht länger ein Bremsklotz für das 2-Prozent-Ziel sein muss.

Seine Beobachtung, dass der PCE-Shelter-Index die Marktmieten sogar übertroffen hat, ist ein starkes Signal für eine beschleunigte Disinflation bei den Wohnkosten.

Dies könnte der Fed Spielraum verschaffen und die Debatte um die zukünftige Zinspolitik beeinflussen.

Original: Stephen I Miran: The inflation outlook

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