Struktureller Wandel: Nichtbanken im Fokus, Banken als verborgene Stütze des Finanzsystems
Globale Finanzarchitektur nach der GFC
Die GFC leitete zwei strukturelle Veränderungen ein: eine Verschiebung von privaten zu staatlichen Forderungen und von Banken zu Nichtbanken.
Trotz scheinbar kleinerem Banken-Fußabdruck spielen Banken eine zentrale, oft übersehene Rolle im globalen Finanzsystem, insbesondere durch Devisenswaps.
Diese Swaps, die ein Volumen von 113 Billionen US-Dollar erreichen, sind kollateralisierte Kreditgeschäfte und ermöglichen Währungshochung für globale Portfolioinvestoren.
Sie intensivieren die grenzüberschreitende Übertragung von Finanzkonditionen.
Die Buchhaltung verschleiert ihre wahre Bedeutung.
Angesichts expansiver Fiskalpolitik und wachsender Staatsanleihenmärkte sind Devisenswaps und Banken entscheidend für die Verbindung von Anleihenmärkten und Wechselkursen.
BIS-Analyse zu Finanzsystem-Transformation
Diese Präsentation des BIS-Ökonomen Hyun Song Shin beleuchtet die tiefgreifenden strukturellen Veränderungen im globalen Finanzsystem seit der GFC.
Sie bietet eine kritische Perspektive auf die Rolle von Nichtbanken und die verborgene, aber systemrelevante Funktion von Banken im Devisenswap-Markt.
Die Analyse ist besonders relevant für Zentralbanken, da sie potenzielle Schwachstellen und die Mechanismen der grenzüberschreitenden Finanzübertragung in einem Umfeld expansiver Fiskalpolitik aufzeigt.
Die Diskussion über die buchhalterische Behandlung von Devisenswaps deutet auf mögliche regulatorische Lücken hin.
Wichtige Einblicke in Systemrisiken
Die Rede eines hochrangigen BIS-Vertreters zu strukturellen Veränderungen ist von höchster Relevanz für Zentralbanken.
Sie deckt kritische, oft verborgene Mechanismen wie Devisenswaps auf, die systemische Risiken bergen und die Übertragung von Finanzkonditionen beeinflussen.
Die implizite Botschaft betrifft die Notwendigkeit, die wahre Rolle von Banken und die Risiken im Nichtbankensektor besser zu verstehen und zu überwachen.