RBI-Vize Sankar: Stablecoins sind strukturell ungeeignet
BIS Speech

RBI-Vize Sankar: Stablecoins sind strukturell ungeeignet

Stablecoins: Eine Illusion von Geld

T Rabi Sankar, stellvertretender Gouverneur der Reserve Bank of India, stellt klar: Stablecoins erfüllen die fundamentalen Attribute von Geld nicht und sind somit keine echte Währung.

Er warnt eindringlich vor den weitreichenden Risiken für die Finanzstabilität, insbesondere in Schwellenländern.

Stablecoins untergraben die Geldpolitik, fördern Währungssubstitution und entziehen Staaten Seigniorage-Einnahmen.

Die vermeintlichen Vorteile wie effizientere grenzüberschreitende Zahlungen oder finanzielle Inklusion seien überbewertet oder nicht einzigartig.

Für Sankar sind sie strukturell ungeeignet, ein stabiles Währungssystem zu verankern.

Zentralbanken im Kampf gegen Privatgeld

Sankars Rede reiht sich in eine globale Debatte ein, in der Zentralbanken zunehmend Skepsis oder gar Ablehnung gegenüber privaten Kryptowährungen, insbesondere Stablecoins, äußern.

Viele fürchten die Erosion der monetären Souveränität und Finanzstabilität.

Während einige Jurisdiktionen regulatorische Rahmenwerke für Stablecoins entwickeln, um deren Integration zu ermöglichen, betont Sankar die fundamentalen Unterschiede und Risiken, die selbst durch Regulierung kaum zu beherrschen sind.

Seine Position spiegelt die Haltung vieler Notenbanken in Schwellenländern wider, die besonders anfällig für Währungssubstitution sind.

Klare Absage an Stablecoins

Sankar liefert eine umfassende und scharfe Kritik an Stablecoins, die über übliche Warnungen hinausgeht.

Er demontiert systematisch deren vermeintliche Vorteile und hebt die systemischen Risiken hervor, die selbst durch Regulierung kaum zu bändigen sind.

Für Schwellenländer ist seine Analyse Pflichtlektüre, da sie die asymmetrischen Risiken für diese Ökonomien präzise benennt.