BIS warnt: Wassermangel kostet Wachstum und heizt Preise an
BIS Paper

BIS warnt: Wassermangel kostet Wachstum und heizt Preise an

Der teure Durst der Wirtschaft

Wassermangel entwickelt sich zu einem makroökonomischen Problem mit spürbaren Folgen für Wachstum und Inflation.

Eine neue BIS-Analyse zeigt: Eine Standardabweichung mehr Wasserknappheit reduziert das BIP-Wachstum um 0,12–0,16 Prozent und die Investitionen um 0,39–0,42 Prozent.

Gleichzeitig steigt die Inflation um 2,9–3,5 Prozent.

Besonders betroffen sind wasserintensive Industrien wie der Fahrzeugbau.

Die Studie hebt hervor, dass Wassereffizienz hingegen BIP-Wachstum fördert und Preisdruck mindert.

Klimawandel als Makrorisiko

Die ökonomischen Auswirkungen des Klimawandels rücken zunehmend in den Fokus der Zentralbanken.

Bislang oft als Umweltproblem betrachtet, quantifiziert die BIS nun erstmals den direkten makroökonomischen Schaden von Wasserknappheit.

Dies erweitert die Perspektive über traditionelle Energiepreisschocks hinaus und zwingt Notenbanker, Wasserverfügbarkeit und -effizienz als neue Variablen in ihre Prognosemodelle zu integrieren.

Die Studie unterstreicht die Dringlichkeit nachhaltiger Ressourcennutzung.

Wasser wird zur Inflationsgefahr

Die Studie liefert erstmals konkrete Zahlen zum makroökonomischen Fußabdruck von Wasserknappheit.

Für Zentralbanken und Ökonomen ist dies ein Weckruf, Wasser als kritischen Produktionsfaktor und Inflationsrisiko zu begreifen.

Obwohl es sich um Forschung handelt, nicht um ein Policy-Signal, verschiebt es die Debatte und legt den Grundstein für zukünftige Analysen und möglicherweise auch für die Berücksichtigung in geldpolitischen Überlegungen.

Original: The economics of water scarcity

IN: