BIS-Studie: Lieferketten-Schocks trieben US-Inflation erst spät an
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BIS-Studie: Lieferketten-Schocks trieben US-Inflation erst spät an

Die späte Rolle der Sektorschocks

Eine neue BIS-Studie zerlegt die post-pandemische Inflation in ihre sektoralen Ursprünge und liefert eine überraschende Zeitachse.

Entgegen mancher Annahmen können sektorale Schocks die anfängliche Preisexplosion bis Ende 2021 nicht erklären.

Erst danach, insbesondere ab Oktober 2021, wurden negative Angebotsschocks aus Nicht-Dienstleistungssektoren zum Haupttreiber, der die US-PCE-Inflation um über 2,5 Prozentpunkte anheizte.

Die Analyse nutzt eine robuste Identifikationsmethode, die theoretische Modellannahmen minimiert und zeigt, dass diese Schocks in der jüngeren US-Geschichte beispiellos waren.

Während sektorale Nachfrageschocks nur begrenzt wirkten, bleibt Raum für aggregierte Nachfrage als frühen Inflationstreiber.

Die Debatte um Inflationsursachen

Die Frage, ob die post-pandemische Inflation primär angebots- oder nachfragegetrieben war, ist zentral für die Geldpolitik.

Dieses Papier liefert eine differenzierte Antwort, indem es die Rolle sektoraler Schocks zeitlich präzise einordnet.

Es ergänzt die Literatur, die oft aggregierte Schocks betrachtet oder stark auf theoretischen Modellannahmen basiert.

Die Erkenntnisse sind entscheidend, um die Wirksamkeit geldpolitischer Maßnahmen besser zu beurteilen und die Komplexität der Inflationsdynamik zu entschlüsseln.

Späteinsatz der Lieferketten-Schocks

Die Studie liefert eine wichtige empirische Quantifizierung der Inflationsursachen, die über übliche Modellannahmen hinausgeht.

Die zeitliche Differenzierung zwischen frühen und späten Inflationsphasen ist ein Schlüsselbeitrag, der die Komplexität der post-pandemischen Preisentwicklung unterstreicht.

Für Zentralbanker und Investoren, die die Inflationsdynamik verstehen wollen, ist dies eine wichtige Analyse.

Original: The Sectoral Origins of Post-Pandemic Inflation

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