BIS Speech

EU-Bankenaufsicht: Effizienz durch Fokus auf Supervision statt nur Regulierung

Effizientere EU-Aufsicht: Fokus auf Supervision

Fernando Restoy vom FSI/BIS fordert eine Neuausrichtung des EU-Aufsichtsrahmens, um Effizienz und Wirksamkeit zu steigern.

Angesichts jüngster Bankenturbulenzen und steigender Regulierungskosten sei eine Verlagerung von starrer Regulierung hin zu einer risikosensitiveren und maßgeschneiderten Supervision notwendig.

Dies soll Mängel bei Liquiditäts-, Zins- und Governance-Risiken beheben, ohne die Compliance-Kosten unnötig zu erhöhen.

Die EZB hat bereits Fortschritte gemacht, indem sie Empfehlungen zur Fokussierung, Integration von Erkenntnissen, Ausgleich quantitativer/qualitativer Maßnahmen, Vereinfachung von Säule-2-Zuschlägen und Straffung des SREP umsetzt.

Herausforderungen bleiben die Komplexität der Kapitalbestimmung, die Notwendigkeit technologischer Upgrades (SupTech, "Pull"-Ansatz bei Daten) und die Stärkung der personellen Kapazitäten der Aufsichtsbehörden.

Restoy betont, dass ohne eine verbesserte Aufsichtskapazität die Finanzstabilität nur durch immer detailliertere und umfassendere Regulierung gewährleistet werden kann.

Strategische Neuausrichtung der EU-Bankenaufsicht

Die Rede von Fernando Restoy, Vorsitzender des Financial Stability Institute der BIZ, auf einer CEPS-ECMI-Taskforce beleuchtet die strategische Entwicklung der EU-Bankenaufsicht.

Angesichts der Erfahrungen aus jüngsten Bankenturbulenzen und der Debatte um die Effizienz des bestehenden Regulierungsrahmens plädiert Restoy für eine stärkere Rolle der Supervision.

Seine Ausführungen basieren auf einem externen Bericht zur EZB-Aufsicht von 2022 und bieten eine hochrangige Perspektive auf die zukünftige Gestaltung der Finanzstabilität in der EU, mit dem Ziel, die Belastung für die Industrie zu minimieren und gleichzeitig die Wirksamkeit zu erhöhen.

Wichtige Impulse für EU-Aufsichtsreform

Die Rede gibt wichtige strategische Impulse für die Weiterentwicklung der EU-Bankenaufsicht.

Der Vorschlag, Risikosensitivität von Regulierung auf Supervision zu verlagern, signalisiert eine potenzielle Verschiebung in der Aufsichtsphilosophie.

Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf Banken haben, indem es maßgeschneiderte Maßnahmen fördert, aber auch Bedenken hinsichtlich Ermessensspielraum und Transparenz aufwirft.

Die Betonung von SupTech und Personal ist entscheidend für die Umsetzung.