BIS Paper

Konvergenz: Finanzentwicklung und Humankapital treiben Aufholprozess an

Faktoren der Konvergenz in Entwicklungsländern

Makroökonomische Modelle prognostizieren die Konvergenz ärmerer Länder zu reicheren, wobei neuere Daten dies insbesondere im verarbeitenden Gewerbe bestätigen.

Eine BIS-Analyse über 1980-2022 zeigt, dass Fertigungsindustrien eine starke bedingungslose Konvergenz aufweisen.

Branchen mit höherem Humankapitalanteil konvergieren schneller.

Bei starker Abhängigkeit von physischem Kapital ist ausreichende Finanzentwicklung entscheidend für Konvergenz.

Auf Länderebene beschleunigt sich die Konvergenz, wenn Volkswirtschaften von der Landwirtschaft zu Industrie und Dienstleistungen übergehen.

Ärmere Länder mit hohem Agraranteil vollziehen diesen Strukturwandel schneller.

Eine stärkere Finanzentwicklung ist ebenfalls mit schnellerer Konvergenz auf Länderebene verbunden.

Dies unterstreicht die Bedeutung von Finanzmärkten und Humankapital für nachhaltiges Wachstum und den Abbau von Wohlstandsunterschieden.

Implikationen für Zentralbankpolitik

Diese Studie des BIS liefert wichtige Erkenntnisse für Zentralbanken, insbesondere im Hinblick auf die Förderung nachhaltigen Wachstums und die Unterstützung von Entwicklungsländern.

Die Betonung der Finanzentwicklung als Katalysator für Konvergenz unterstreicht die Bedeutung stabiler und effizienter Finanzmärkte.

Für Zentralbanken bedeutet dies, dass Politiken zur Stärkung des Finanzsektors, zur Förderung von Humankapitalinvestitionen und zur Begleitung des Strukturwandels entscheidend sind, um langfristige Wohlstandsunterschiede zu verringern und die globale Stabilität zu fördern.

Die Ergebnisse können als Grundlage für die Analyse von Wachstumspotenzialen und die Ableitung von Empfehlungen für die Finanzmarktregulierung dienen.

Wachstum, Finanzstabilität und Strukturwandel

Die Studie ist für Zentralbanken von hoher Relevanz (4), da sie zentrale Treiber für Wirtschaftswachstum und Konvergenz identifiziert: Finanzentwicklung und Humankapital.

Die Ergebnisse sind deskriptiv (2), bieten jedoch implizite Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von Finanzsystemen und die Unterstützung von Strukturwandelprozessen in Entwicklungsländern.

Dies ist entscheidend für die globale Finanzstabilität und die Bewertung langfristiger Wachstumsperspektiven.