Tokenisierung schließt Liquiditätslücken im Immobilienmarkt
Immobilien-Tokenisierung: Lückenfüller und Risiken
Eine BIS-Analyse zeigt, dass die Tokenisierung von Immobilien traditionelle Marktlücken schließt.
Durch die Nutzung der Blockchain-Technologie zur Fraktionierung von Eigentum adressiert sie die Illiquidität und Komplexität herkömmlicher Immobilienmärkte.
Basierend auf US-Daten von 2019-25 entwickelt sich tokenisierter Immobilienbesitz primär in unterversorgten Gebieten mit niedrigeren Preisen, schwächerer Nachfrage und begrenztem Kreditzugang, was die Diversifikation für Kleinanleger fördert.
Die Studie belegt, dass Tokenisierung die Liquidität bei exogenen Schocks wie Naturkatastrophen signifikant erhöht, mit einem Handelsvolumenanstieg von 35% nach solchen Ereignissen.
Dieser Liquiditätsvorteil ist jedoch an Rückkaufmechanismen der Plattformen gebunden, welche wiederum höhere Insolvenzrisiken bergen.
Die Entwicklung wird von traditionellen Marktkräften beeinflusst, unterscheidet sich aber von REITs.
Finanzinnovation und Stabilität im Fokus
Diese BIS-Studie ist für Zentralbanken hochrelevant, da sie eine aufkommende Finanzinnovation – die Tokenisierung von Immobilien – beleuchtet.
Sie bietet Einblicke in die potenziellen Auswirkungen auf die Finanzstabilität, insbesondere hinsichtlich der Liquidität in Stresszeiten und der Entstehung neuer Risikoprofile durch Rückkaufgarantien.
Das Verständnis dieser neuen Marktstrukturen ist entscheidend für die Bewertung von Systemrisiken und die Entwicklung geeigneter Regulierungsansätze im Kontext digitaler Vermögenswerte und Real World Assets (RWAs).
Die Analyse der Wechselwirkungen mit traditionellen Märkten und der Rolle des Kreditzugangs liefert wichtige Erkenntnisse für die makroprudentielle Überwachung.
Implikationen für Finanzstabilität
Die Studie ist wichtig, da sie die Auswirkungen einer wachsenden Finanzinnovation auf die Marktliquidität und -stabilität analysiert.
Sie zeigt, wie Tokenisierung Liquiditätslücken schließen kann, aber auch neue Insolvenzrisiken für Plattformen schafft.
Dies ist relevant für die Bewertung von Systemrisiken und die Entwicklung zukünftiger Regulierungsstrategien im Bereich digitaler Vermögenswerte und RWAs.