Norwegens Superreiche: Neue Daten entzaubern Mythen der Vermögensbildung
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Norwegens Superreiche: Neue Daten entzaubern Mythen der Vermögensbildung

Die Anatomie der Vermögenskonzentration

Neue Längsschnittdaten aus Norwegen werfen ein Schlaglicht auf die Mechanismen der Vermögenskonzentration an der Spitze.

Das Working Paper der St. Louis Fed, dessen Ergänzungsmaterial hier vorliegt, analysiert detailliert die Portfoliozusammensetzung, die Renditen verschiedener Anlageklassen und die Unterscheidung zwischen „neuem“ und „altem“ Geld.

Die Autoren nutzen umfassende Registerdaten, um die Dynamik der Vermögensakkumulation über Generationen hinweg zu verfolgen und liefern damit eine empirische Basis, die traditionelle Theorien der Ungleichheit herausfordert.

Besonders die Rolle von Private Equity und die Streuung der Renditen werden beleuchtet.

Ungleichheit: Mehr als nur Einkommen

Die Debatte um Vermögensungleichheit ist intensiv, doch oft mangelt es an granularer, longitudinaler Evidenz, die über statische Momentaufnahmen hinausgeht.

Dieses Papier schließt eine wichtige Lücke, indem es detaillierte norwegische Registerdaten nutzt, um die Mechanismen der Vermögensakkumulation zu entschlüsseln.

Es ermöglicht Einblicke in die Dynamik von Renditen, Portfolioentscheidungen und die Rolle von Erbschaften gegenüber selbst erarbeitetem Vermögen – eine zentrale Frage für Steuer- und Sozialpolitik.

Längsschnittdaten als Game Changer

Die Studie liefert dringend benötigte empirische Fundierung für die Debatte um Vermögensungleichheit.

Insbesondere die Längsschnittanalyse und die Differenzierung zwischen „neuem“ und „altem“ Geld bieten wertvolle Einblicke, die über anekdotische Evidenz hinausgehen und bestehende Theorien auf den Prüfstand stellen.

Für die Tagespolitik liefert sie wichtige Hintergrundinformationen.