BOE: Londoner Clearinghäuser trotzen Extrem-Schocks
Clearinghäuser: Robustheit im Extremtest
Die Bank of England attestiert den britischen Clearinghäusern (CCPs) eine robuste Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Marktschocks.
Der vierte Stresstest zeigt, dass ICEU, LCH und LMEC genügend Ressourcen vorhalten, um Verluste aus einem globalen Abschwung und dem Ausfall mehrerer Mitglieder zu absorbieren.
Selbst bei der Liquidation konzentrierter Positionen bleiben die vorfinanzierten Mittel ausreichend.
Eine neue interne Modellierung, die über 1.000 extreme Szenarien – teils jenseits historischer Höchstwerte – simulierte, bestätigt diese Resilienz.
Die Ergebnisse untermauern das Vertrauen in die angemessene Dimensionierung der CCP-Ressourcen, auch wenn ein vollständiger Liquiditätsstresstest dieses Jahr ausblieb.
Finanzstabilität: Die Wächter der Märkte
Zentrale Gegenparteien (CCPs) bilden das Rückgrat des globalen Finanzsystems, indem sie das Kontrahentenrisiko reduzieren.
Ihre Stabilität ist daher entscheidend für die Finanzmarktintegrität.
Die regelmäßigen Stresstests der Bank of England dienen als Frühwarnsystem, um potenzielle Schwachstellen zu identifizieren und die Aufsicht zu informieren.
Angesichts steigender geopolitischer Spannungen und globaler Fragmentierung gewinnen diese Tests an Bedeutung.
Die BOE entwickelt ihre Methodik stetig weiter, um auch Szenarien jenseits historischer Erfahrungen abzubilden und so die Resilienz gegen aufkommende Risiken in Echtzeit zu bewerten.
Bestätigung mit Methodik-Update
Der Bericht liefert eine wichtige Bestätigung der Stabilität britischer Clearinghäuser in einem herausfordernden Umfeld.
Die Einführung neuer interner Modelle, die auch extreme, nicht-historische Szenarien abdecken, erhöht das Vertrauen in die Robustheit.
Für Marktteilnehmer ist dies eine Beruhigung.
Neue geldpolitische oder regulatorische Implikationen ergeben sich daraus jedoch nicht, eher eine Evolution der Aufsichtsinstrumente.
Original: 2025 CCP Stress Test: results report
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