BOE Paper

BOE entwickelt neues Toolkit zur Messung regionaler Lieferkettenrisiken

Neues BOE-Toolkit für GVC-Schockanalyse

Ein neues Staff Working Paper der Bank of England stellt ein innovatives Toolkit zur Analyse der Auswirkungen globaler Schocks auf globale Wertschöpfungsketten (GVCs) auf subnationaler Ebene vor.

Entwickelt von Richard Baldwin, Rebecca Freeman und Angelos Theodorakopoulos, ermöglicht der "shocks approach to indicator design" die Ableitung einer Familie von GVC-Indikatoren.

Diese unterscheiden präzise zwischen import- und exportseitiger GVC-Exposition, direkten und indirekten Verknüpfungen sowie Brutto- und Wertschöpfungs-GVC-Handelsströmen.

Die Anwendung der Indikatoren auf multiregionale Input-Output-Daten, insbesondere im EU-UK- und EU-China-Handel, zeigt, dass die Bewertung regionaler Anfälligkeit maßgeblich von der Art der gemessenen Exposition abhängt.

Die Ergebnisse betonen die ungleichmäßige Ausbreitung globaler Störungen über Regionen hinweg und legen den Grundstein für zielgerichtete, ortsbasierte Politikmaßnahmen.

Diese sollen die Resilienz durch diversifizierte Lieferketten und intelligenteres Monitoring stärken, was für Zentralbanken und politische Entscheidungsträger von hoher Relevanz ist, um wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten.

Implikationen für Zentralbanken und Politik

Dieses Working Paper ist für Zentralbanken und politische Entscheidungsträger von großer Bedeutung, da es ein detailliertes Instrumentarium zur Bewertung regionaler Anfälligkeiten gegenüber globalen Lieferkettenschocks bietet.

In einer Zeit erhöhter geopolitischer Spannungen und wiederkehrender globaler Störungen – von Pandemien bis hin zu Handelskriegen – ist das Verständnis der spezifischen regionalen Exposition entscheidend.

Die Fähigkeit, direkte und indirekte Verknüpfungen sowie Brutto- und Wertschöpfungsströme zu differenzieren, ermöglicht eine präzisere Risikobewertung.

Dies ist essenziell für die Entwicklung effektiver makroprudenzieller Strategien und ortsbasierter Maßnahmen, die darauf abzielen, die Resilienz der Wirtschaft zu stärken und die Auswirkungen zukünftiger Schocks abzufedern.

Relevanz für makroprudenzielle Stabilität

Das Papier ist wichtig, da es ein neues, differenziertes Analyseinstrument für Lieferkettenrisiken auf subnationaler Ebene vorstellt.

Die Fähigkeit, verschiedene Expositionsarten zu messen, verbessert das Verständnis regionaler Anfälligkeiten erheblich.

Dies ist für Zentralbanken entscheidend, um die Auswirkungen globaler Schocks auf die Wirtschaft besser einschätzen und gezielte Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz entwickeln zu können.

Die Ergebnisse bieten eine solide Grundlage für zukünftige makroprudenzielle Überlegungen und politische Empfehlungen zur Stärkung der Lieferkettensicherheit.