BOE verschiebt Gilt-Verkäufe im Q1 2026 – Termine für Februar und März neu
Zwei Gilt-Auktionen im Q1 neu terminiert
Die Bank of England (BOE) hat den Zeitplan für zwei Gilt-Verkaufsauktionen im ersten Quartal 2026 angepasst.
Die Auktion für kurze Laufzeiten, ursprünglich für den 16. März vorgesehen, findet nun am 23. Februar statt.
Die Auktion für mittlere Laufzeiten, die für den 9. März geplant war, wurde auf den 16. März verschoben.
Grund für die Neuanpassung ist die Ankündigung des Schatzkanzlers, die Frühjahrsprognose am Dienstag, den 3. März 2026, zu präsentieren, sowie die darauf folgende Kalenderaktualisierung durch das UK Debt Management Office (DMO).
Die übrigen Termine und Volumina für Q1, darunter £800 Mio. (kurz, 12. Jan.), £675 Mio. (lang, 26. Jan.) und £775 Mio. (mittel, 9. Feb.), bleiben unverändert.
Die BOE koordiniert ihre Operationen eng mit dem DMO, um Marktstörungen zu minimieren.
Diese Anpassung, obwohl technisch, zeigt die Flexibilität der BOE bei der Abstimmung ihrer geldpolitischen Operationen mit dem fiskalischen Kalender.
Geld- und Fiskalpolitik im Gleichschritt
Die enge Abstimmung zwischen der Bank of England und dem Debt Management Office ist seit Langem etabliert, um die Effizienz der Staatsfinanzierung nicht durch geldpolitische Operationen zu beeinträchtigen.
Die Verschiebung der Gilt-Verkäufe ist ein konkretes Beispiel dieser Koordination, die im Februar 2022 zwischen dem Gouverneur und dem Schatzkanzler schriftlich fixiert wurde.
Während die BOE ihre Bilanz im Rahmen des Quantitative Tightening (QT) reduziert, muss sie sicherstellen, dass ihre Verkäufe den Markt nicht überfordern und die DMO-Emissionen nicht behindern.
Diese Flexibilität ist entscheidend, um die Glaubwürdigkeit beider Institutionen zu wahren und unnötige Volatilität zu vermeiden.
Technische Anpassung mit politischem Hintergrund
Die Verschiebung zweier Gilt-Auktionen ist eine rein technische Anpassung des Verkaufsplans der Bank of England.
Sie resultiert direkt aus der Notwendigkeit, die geldpolitischen Operationen mit dem fiskalischen Kalender des Schatzkanzlers und des DMO abzustimmen.
Obwohl keine neuen geldpolitischen Signale gesendet werden, unterstreicht sie die operative Flexibilität der BOE und die enge Koordination mit der Regierung.