BoE konkretisiert Stablecoin-Regulierung: Liquiditätshilfen und Haltegrenzen
BoE legt Regeln für systemische Stablecoins vor
Die Bank of England (BoE) hat ein Konsultationspapier zur Regulierung systemischer, auf Sterling lautender Stablecoins veröffentlicht.
Die Vorschläge erlauben Emittenten, bis zu 60% der Deckungsanlagen in kurzfristigen britischen Staatsanleihen zu halten, ergänzt durch unverzinsliche Konten bei der BoE für die restlichen 40%.
Neu sind Liquiditätsfazilitäten der Zentralbank zur Unterstützung in Stresszeiten.
Zudem werden temporäre Haltegrenzen von 20.000 Pfund für Privatpersonen und 10 Millionen Pfund für Unternehmen eingeführt, um Risiken für die Kreditversorgung der Realwirtschaft durch Abflüsse aus Bankeinlagen zu mindern.
Die BoE und FCA werden systemische Stablecoins gemeinsam regulieren.
UK treibt digitale Geld-Agenda voran
Die Konsultation ist ein entscheidender Schritt in der britischen Strategie zur Modernisierung des Zahlungsverkehrs und der Vorbereitung auf neue Formen digitalen Geldes.
Sie adressiert die Herausforderung, Innovation zu fördern und gleichzeitig die Finanzstabilität zu wahren, insbesondere im Hinblick auf potenzielle Abflüsse von Bankeinlagen.
Die enge Zusammenarbeit mit der FCA unterstreicht den umfassenden Regulierungsansatz.
Die Vorschläge positionieren das Vereinigte Königreich als Vorreiter bei der Etablierung eines robusten Rahmens für systemische Stablecoins, der auch als Blaupause für einen digitalen Pfund dienen könnte.
Wegweisende Details für Stablecoin-Markt
Dieses Papier liefert konkrete und detaillierte Policy-Vorschläge, die weit über allgemeine Prinzipien hinausgehen.
Die Einführung von Liquiditätshilfen der Zentralbank und spezifischen Haltegrenzen sind starke Signale für die zukünftige Ausgestaltung des Stablecoin-Marktes in Großbritannien.
Es ist Pflichtlektüre für alle, die sich mit der Regulierung digitaler Währungen und der Zukunft des Zahlungsverkehrs beschäftigen, da es einen klaren Fahrplan für die Umsetzung aufzeigt.