BOE, MAS, BOT starten Pilotprojekt für synchronisierte FX-Abwicklung
Effizienzschub für grenzüberschreitenden Devisenhandel
Die Bank of England, die Monetary Authority of Singapore und die Bank of Thailand haben eine gemeinsame Initiative angekündigt, um die technische und politische Machbarkeit einer synchronisierten Abwicklung von Devisentransaktionen zu untersuchen.
Aufbauend auf Erkenntnissen aus Project Meridian FX1 werden die Zentralbanken Experimente mit simulierten Real Time Gross Settlement (RTGS)-Systemen und Distributed Ledger Technology (DLT)-basierten Umgebungen durchführen.
Ziel ist es, die Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemen und komplexe multilaterale Anwendungsfälle zu testen.
Die Kollaboration strebt atomare, echtzeitfähige FX-Transaktionen an, die schnell, sicher und systemübergreifend funktionieren.
Insbesondere soll das Potenzial der Synchronisation für Payment versus Payment (PvP) FX-Abwicklungen über Jurisdiktionen mit unterschiedlichen Infrastrukturen, Zeitzonen und Regulierungsrahmen hinweg erforscht werden, um die grenzüberschreitende Interoperabilität tokenisierter Transaktionen zu fördern.
Globale Bemühungen um effizientere Zahlungen
Diese Kooperation reiht sich in die globalen Bemühungen der Zentralbanken ein, die Effizienz und Sicherheit grenzüberschreitender Zahlungen zu verbessern.
Angesichts der zunehmenden Digitalisierung und des Interesses an tokenisierten Vermögenswerten suchen Zentralbanken weltweit nach Wegen, die Abwicklungsinfrastruktur zu modernisieren.
Die Initiative baut auf Vorarbeiten wie dem BIS Innovation Hub's Project Meridian FX1 auf, das bereits die Synchronisation als Lösung für die grenzüberschreitende Interoperabilität getestet hat.
Die Einbeziehung unterschiedlicher Infrastrukturen und Zeitzonen macht dieses Projekt besonders relevant für die Entwicklung zukünftiger Großhandels-Zahlungssysteme und die potenzielle Einführung von Wholesale CBDCs.
Konkreter Schritt in Richtung digitaler FX-Zukunft
Die Pressemitteilung ist von hoher Relevanz, da sie eine konkrete, multinationale Initiative zur Modernisierung des Devisenhandels ankündigt.
Die beteiligten Zentralbanken gehen über theoretische Überlegungen hinaus und testen aktiv die Machbarkeit synchronisierter Abwicklungen unter realistischen Bedingungen.
Obwohl es sich noch um eine Explorationsphase handelt, signalisiert die Zusammenarbeit ein starkes Engagement für die Nutzung neuer Technologien zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Zahlungsströme und der Interoperabilität tokenisierter Transaktionen.
Dies ist ein wichtiger Schritt für die zukünftige Finanzinfrastruktur.