BOE hält Zins bei 4%, strafft Bilanz – Inflationsrisiken bleiben
BOE kämpft weiter gegen hartnäckige Inflation
Die Bank of England (BOE) hat im September 2025 ihren Leitzins bei 4% belassen, während sie das Tempo des quantitativen Straffens (QT) erhöht.
Das Monetary Policy Committee (MPC) stimmte mit 7 zu 2 Stimmen für die Beibehaltung des Leitzinses und mit 7 zu 2 Stimmen für eine Reduzierung der Anleihebestände um 70 Mrd. Pfund über die nächsten 12 Monate auf 488 Mrd. Pfund.
Trotz erheblicher Disinflation bleiben Inflationsrisiken, insbesondere durch hartnäckiges Lohnwachstum und Dienstleistungspreise, bestehen.
Das BIP-Wachstum bleibt verhalten, und der Arbeitsmarkt lockert sich allmählich.
Die Geldpolitik bleibt datenabhängig, ohne vorgegebenen Pfad.
Zwischen Inflationssorgen und Wachstumsdämpfung
Die Entscheidung der BOE spiegelt das anhaltende Dilemma vieler Zentralbanken wider: die Inflation nachhaltig zu senken, ohne das Wachstum zu stark zu drosseln.
Während die EZB die Zinsen hielt und die Fed eine Senkung erwartete, zeigt die BOE mit der beschleunigten Bilanzstraffung ihre Entschlossenheit, die Inflationsrisiken zu bekämpfen.
Die gespaltene Abstimmung unterstreicht die Unsicherheit über den weiteren geldpolitischen Kurs.
Globale Handelsspannungen und geopolitische Risiken trüben zudem das internationale Wirtschaftsbild, was die Prognosen erschwert.
Fokus auf Inflationsbekämpfung bleibt scharf
Die Entscheidung, den Leitzins trotz einer gespaltenen Abstimmung zu halten und gleichzeitig das Tempo der Bilanzstraffung zu erhöhen, sendet ein klares Signal der anhaltenden Wachsamkeit gegenüber Inflationsrisiken.
Die detaillierten Protokolle bieten wertvolle Einblicke in die internen Debatten des MPC und die Bewertung von hartnäckigen Dienstleistungs- und Lohninflationsdruck.
Dies ist eine wichtige Bestätigung des geldpolitischen Kurses mit einer Nuance in der Bilanzpolitik.
Original: Bank Rate maintained at 4% - September 2025
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