Bank of England: Zinssenkung mit Dissens – weitere Schritte werden knapper
BOE Press

Bank of England: Zinssenkung mit Dissens – weitere Schritte werden knapper

BOE lockert, aber der Konsens wackelt

Die Bank of England senkt den Leitzins auf 3,75 Prozent, eine knappe 5:4-Entscheidung, die auf eine sich beschleunigende Inflationsdämpfung hindeutet.

Die Teuerung fiel auf 3,2 Prozent und wird durch Haushaltsmaßnahmen im April 2026 voraussichtlich rascher das 2-Prozent-Ziel erreichen.

Trotz nachlassendem Lohnwachstum und schwacher Konjunktur signalisieren einige zukunftsgerichtete Indikatoren eine mögliche Plateauphase.

Die gespaltene Abstimmung und die Warnung vor "knapperen" künftigen Entscheidungen unterstreichen die wachsende interne Uneinigkeit über den weiteren Lockerungspfad.

Das Dilemma der Notenbanker

Seit August 2024 hat die Bank of England den Leitzins um 150 Basispunkte gesenkt, um die Wirtschaft zu stützen und die Inflation nachhaltig zu zähmen.

Die aktuelle Entscheidung reiht sich in diesen Lockerungszyklus ein, doch die zunehmend gespaltene Meinung im MPC spiegelt das anhaltende Spannungsfeld wider: Reicht die bisherige Straffung aus, um die Inflation dauerhaft zu senken, oder droht eine Überlockerung angesichts hartnäckiger Lohnforderungen?

Gleichzeitig wächst die Sorge vor einer zu starken Konjunkturabkühlung.

Der Konsens bröckelt

Die Zinssenkung war erwartet, doch die 5:4-Abstimmung ist ein starkes Signal für die wachsende interne Uneinigkeit im MPC.

Die Formulierung, dass künftige Entscheidungen "knapper" werden, ist eine klare Warnung: Der Weg der graduellen Lockerung ist nicht mehr so klar vorgezeichnet, wie es die bisherigen Schritte suggerierten.

Die Notenbank steht vor einer schwierigen Abwägung.