BOE-Bilanz: QE-Erbe dominiert weiter mit 903 Mrd. Pfund
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BOE-Bilanz: QE-Erbe dominiert weiter mit 903 Mrd. Pfund

Gigantische Bilanzsumme bestätigt QE-Nachwirkungen

Die Bank of England hält ihre Bilanzsumme zum 30. September 2024 stabil bei 903,34 Milliarden Pfund.

Das Gros der Aktiva bildet weiterhin der Kredit an die Asset Purchase Facility (APF) mit 695 Milliarden Pfund, ein klares Zeugnis der quantitativen Lockerung.

Auf der Passivseite spiegeln sich diese Operationen in den rekordhohen Reserveguthaben der Banken von über 730 Milliarden Pfund wider.

Die Zahlen belegen, dass der Bilanzabbau zwar ein Thema ist, die strukturelle Prägung durch die Krisenmaßnahmen aber nach wie vor immens ist.

Bilanzabbau im Schneckentempo

Seit Jahren ringen Zentralbanken mit dem Abbau ihrer aufgeblähten Bilanzen, ein Erbe der Finanzkrise und der Covid-Pandemie.

Die vorliegenden Zahlen der BOE zeigen, dass dieser Prozess in Großbritannien, trotz der laufenden quantitativen Straffung (QT), ein Langzeitprojekt bleibt.

Die Dominanz des APF-Kredits unterstreicht, wie tief die geldpolitischen Interventionen der letzten Dekade die Struktur der Zentralbankbilanz verändert haben und welche Herausforderungen dies für die Normalisierung birgt.

Routine-Update ohne Überraschungen

Die konsolidierte Bilanz der Bank of England liefert erwartungsgemäß keine neuen geldpolitischen Signale.

Sie bestätigt lediglich die anhaltende Größe und Struktur der Bilanz, die weiterhin stark von den Nachwirkungen der quantitativen Lockerung geprägt ist.

Für Spezialisten ist es eine Bestätigung des Status quo, für den Markt ohne direkte Implikationen.

Original: Consolidated balance sheet - 30 September 2024

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