BoE-Experte Kroszner warnt vor systemischen Risiken durch globale CCP-Vernetzung
Kroszner: Globale Schocks fordern CCPs heraus
Randy Kroszner, externes Mitglied des Finanzausschusses (FPC) und des Finanzmarktinfrastruktur-Ausschusses (FMIC) der Bank of England, beleuchtet die Herausforderungen für die Finanzstabilität durch neue globale Schocks und die zentrale Rolle von CCPs.
Er warnt vor einem Anstieg geopolitischer Risiken, Cyberbedrohungen und der potenziellen Korrelation von Märkten.
Während CCPs entscheidend für das Risikomanagement sind, verstärkt ihre wachsende Vernetzung und die Konzentration von Risiken bei wenigen großen Clearing-Mitgliedern systemische Anfälligkeiten.
Kroszner fordert einen systemweiten Regulierungsansatz, verbesserte Datenkoordination und grenzüberschreitende Zusammenarbeit, um die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems zu gewährleisten und Schockübertragungen zu verhindern.
Die BoE setze bereits auf makroprudenzielle Regeln für FMIs.
Regulierer ringen mit globalen Systemrisiken
Die Rede reiht sich in die anhaltende Debatte um die Robustheit des globalen Finanzsystems ein, insbesondere nach den Lehren aus der Finanzkrise 2008 und jüngsten Marktverwerfungen.
Sie unterstreicht die Notwendigkeit, die durch Clearing-Mandate gestärkte Rolle der CCPs kritisch zu beleuchten, da sie zwar Risiken mindern, aber auch neue Konzentrations- und Vernetzungsrisiken schaffen.
Kroszner, mit seiner doppelten Rolle bei FPC und FMIC, betont die makroprudenzielle Perspektive der BoE und die Dringlichkeit internationaler Kooperation angesichts unvollständiger Daten über globale Clearing-Mitglieder.
Klarer Fokus auf systemische CCP-Risiken
Die Rede bietet eine detaillierte und besorgte Analyse der systemischen Risiken, die von CCPs in einem zunehmend vernetzten und schockanfälligen globalen Umfeld ausgehen.
Kroszner, als Insider der BoE, liefert nicht nur eine Problembeschreibung, sondern skizziert auch konkrete regulatorische Schritte und die Notwendigkeit internationaler Kooperation.
Die Betonung der Datenlücken bei globalen Clearing-Mitgliedern ist ein wichtiges Signal für zukünftige Regulierungsbemühungen und macht die Rede zur Pflichtlektüre für Finanzstabilitätsexperten.