Britische Haushalte drosseln Konsum antizipativ zu Hypothekenkosten
Haushalte reagieren frühzeitig auf Zinsanstieg
Die Bank of England (BOE) analysiert in einem aktuellen Beitrag, wie britische Haushalte auf steigende Hypothekenkosten reagieren.
Fast 40% der Hypothekenschuldner erlebten im letzten Jahr Zinserhöhungen, was zu einer Reduzierung der monatlichen Ausgaben um durchschnittlich 50 Pfund pro 100 Pfund Mehrkosten führte.
Bemerkenswert ist, dass Haushalte auch präventiv handeln: Für eine erwartete Erhöhung von 100 Pfund haben sie bereits 28 Pfund weniger ausgegeben und planen, dies im kommenden Jahr auf 37 Pfund zu steigern.
Diese antizipatorische Anpassung, besonders bei auslaufenden Festzinsbindungen, deutet darauf hin, dass die aggregierte Konsumreduktion schneller erfolgt als der tatsächliche Anstieg der Hypothekenzahlungen.
Zinswirkungen auf den Konsum im Fokus der BOE
Diese Analyse der BOE ist entscheidend für das Verständnis der geldpolitischen Transmissionsmechanismen.
Sie liefert dem Monetary Policy Committee (MPC) wichtige Einblicke in die Geschwindigkeit und Intensität, mit der Zinserhöhungen den Konsum beeinflussen.
Die Erkenntnis, dass Haushalte antizipativ handeln, könnte bedeuten, dass die restriktive Wirkung der Geldpolitik schneller und umfassender greift als die reinen Zinsanpassungszyklen vermuten lassen.
Dies ist relevant für die Debatte um zukünftige Zinsentscheidungen und die Einschätzung des Inflationspfades.
Frühe Konsumanpassung stützt Zinspolitik
Die Studie liefert frische, empirische Belege aus der BOE-eigenen Umfrage zur schnellen und antizipativen Reaktion der Haushalte auf höhere Hypothekenkosten.
Dies ist ein starkes Signal für die Wirksamkeit der geldpolitischen Straffung und könnte die MPC in ihrer aktuellen Haltung bestärken.
Die Analyse zeigt, dass der Kanal über die Hypothekenzinsen möglicherweise schneller wirkt als oft angenommen, was für die Prognose der aggregierten Nachfrage von hoher Bedeutung ist.
Original: How are households adjusting to rising mortgage costs?
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