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BOE warnt: Hypothekenlasten erreichen Krisenniveau von 2008

Hypothekenstress steigt auf GFC-Niveau

Die Bank of England warnt in einer aktuellen Analyse vor einer erheblichen Zunahme der Hypothekenlasten für britische Haushalte.

Steigende Zinsen und Lebenshaltungskosten, insbesondere für Energie und Lebensmittel, erschweren die Rückzahlung.

Der Anteil der Haushalte mit hohen Hypothekenschulden, gemessen am COLA-DSR über 70%, stieg bereits 2022 und wird 2023 voraussichtlich 2,4% erreichen, was rund 670.000 Haushalten entspricht.

Dies nähert sich dem Niveau der globalen Finanzkrise.

Während Lohnwachstum und staatliche Hilfen abmildern, bleibt der Druck hoch.

Die FPC beurteilt die Banken als robust genug.

Zentralbank im Inflationskampf

Diese Analyse der Bank of England beleuchtet die sozialen und finanziellen Stabilitätsrisiken der aggressiven Zinsanhebungen zur Inflationsbekämpfung.

Sie quantifiziert die Belastung der Haushalte durch die 'Cost of Living'-Krise und die straffere Geldpolitik.

Die Veröffentlichung unterstreicht die schwierige Gratwanderung der Zentralbank zwischen Preisstabilität und der Vermeidung einer Rezession oder einer Welle von Zahlungsausfällen.

Sie ergänzt frühere Warnungen des Financial Policy Committee (FPC) und liefert detaillierte Einblicke in die Mechanismen der Belastungsübertragung.

Quantifizierung der Haushaltsrisiken

Die Analyse ist hochrelevant, da sie detaillierte quantitative Einblicke in die Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftslage auf die finanzielle Stabilität der Haushalte bietet.

Die Projektion, dass der Hypothekenstress das Niveau der globalen Finanzkrise erreicht, ist ein starkes Signal.

Obwohl keine neuen politischen Maßnahmen angekündigt werden, untermauert die Studie die Notwendigkeit der FPC-Beobachtung und der Bankenresilienz.

Sie liefert wichtige Datenpunkte für die Einschätzung der sozialen Kosten der Geldpolitik.