BOE Decoder

BoE analysiert Gilt-Repo-Markt: Wie sich das Cash-Collateral-Gleichgewicht verschiebt

Repo-Märkte stabil trotz Liquiditätswandels

Die Bank of England (BOE) analysiert, wie sich das Gleichgewicht zwischen Bargeld und Sicherheiten auf den Gilt-Repo-Märkten verändert hat.

Seit Februar 2022 sanken die Reserven um rund 250 Mrd. £ (u.a. durch QT und TFSME-Abwicklung), während das Angebot an britischen Staatsanleihen um etwa 500 Mrd. £ stieg.

Dieser Wandel von Bargeldüberfluss zu reichlich Sicherheiten hat global zu Aufwärtsdruck auf Repo-Sätze geführt.

Im Vereinigten Königreich hat sich der Spread von General Collateral (GC) zum Leitzins positiv entwickelt.

Die Nutzung der Short-Term Repo (STR) Fazilität der BOE ist gestiegen und unterstützt die Zinssteuerung.

Trotz temporärer Spitzen an Periodenenden funktioniert der Repo-Markt weiterhin gut.

Anpassung an die Post-QT-Ära

Dieser Beitrag ordnet sich in die globale Debatte um die Normalisierung der Zentralbankbilanzen und die Auswirkungen des Quantitative Tightening (QT) ein.

Er beleuchtet, wie die Bank of England ihre geldpolitische Steuerung in einem Umfeld anpasst, in dem Reserven knapper und Sicherheiten reichlicher werden.

Die Analyse ist besonders relevant vor dem Hintergrund der jüngsten Turbulenzen im Gilt-Markt (LDI-Krise) und unterstreicht die Bedeutung robuster Repo-Märkte für die Finanzstabilität.

Die BOE demonstriert die effektive Funktion ihrer Liquiditätsfazilitäten wie STR.

Wichtiger Einblick in Marktmechanik

Die Analyse bietet detaillierte Einblicke in die Funktionsweise des Gilt-Repo-Marktes und die Auswirkungen des sich wandelnden Cash-Collateral-Gleichgewichts.

Sie bestätigt die Wirksamkeit der BOE-Fazilitäten zur Zinssteuerung in der Post-QT-Ära.

Während keine direkten geldpolitischen Signale gesendet werden, ist der Beitrag essenziell für Marktteilnehmer und Analysten, um die Liquiditätsdynamik und die Anpassungsfähigkeit des Finanzsystems zu verstehen.