Inflation trifft UK-Haushalte ungleich: Arme kürzen, Reiche zehren von Ersparnissen
UK-Haushalte: Ungleiche Last der Lebenshaltungskosten
Die Bank of England analysiert in einem aktuellen Beitrag die Auswirkungen der gestiegenen Lebenshaltungskosten auf britische Haushalte, basierend auf einer NMG-Umfrage vom August/September 2022.
Demnach sind die Verbraucherpreise im letzten Jahr um rund 11% gestiegen, wovon über 70% der Befragten betroffen sind.
Haushalte mit niedrigerem Einkommen reduzieren primär ihren Konsum oder weichen auf günstigere Alternativen aus.
Höhere Einkommensgruppen hingegen halten ihren Konsum aufrecht oder steigern ihn sogar, finanzieren dies jedoch hauptsächlich durch geringere Sparquoten oder den Rückgriff auf bestehende Ersparnisse.
Ein kleinerer Teil nutzt Gehaltserhöhungen oder erhöht die Kreditaufnahme.
Insgesamt belasten die sinkenden Realeinkommen den aggregierten Konsum.
Konsumverhalten im Fokus der Inflationsdebatte
Diese Analyse der Bank of England liefert wichtige mikroökonomische Einblicke in die Reaktion der Haushalte auf die anhaltend hohe Inflation im Vereinigten Königreich.
Sie ergänzt makroökonomische Daten und ist entscheidend für die Einschätzung der zukünftigen Konsumentwicklung und damit des Wirtschaftswachstums.
Die differenzierte Betrachtung nach Einkommensgruppen ist besonders relevant, da sie die sozialen Auswirkungen der Geldpolitik beleuchtet und die Herausforderungen für die Bank of England bei der Inflationsbekämpfung unterstreicht, ohne die Wirtschaft zu stark zu belasten.
Die Daten flossen in die Diskussionen des Monetary Policy Committee ein.
Differenzierte Konsumdaten für die Geldpolitik
Die Quelle bietet wertvolle, granular aufbereitete Umfragedaten zur Reaktion britischer Haushalte auf die Inflation.
Sie bestätigt die erwartete Belastung des aggregierten Konsums, liefert aber entscheidende Details zur heterogenen Anpassung nach Einkommensgruppen.
Dies ist für die Geldpolitik relevant, um die Transmissionsmechanismen und sozialen Implikationen ihrer Entscheidungen besser zu verstehen.
Explizite Policy-Signale fehlen, doch die Implikationen für die Wirtschaft und die MPC-Diskussionen sind klar.