BoE-Umfrage: Inflation dominiert Sorgen um Finanzstabilität
Marktteilnehmer: Inflation größtes Risiko
Die Bank of England veröffentlichte Ergebnisse ihrer H1 2022 Systemic Risk Survey, die vor dem Ukraine-Krieg durchgeführt wurde.
Die Umfrage unter Marktteilnehmern zeigt eine signifikante Verschiebung der wahrgenommenen Risiken für das britische Finanzsystem.
Erstmals seit 2008 wird das Inflationsrisiko von 63% der Befragten als eines der Top-Risiken genannt, ein starker Anstieg gegenüber 33% in H2 2021.
Es gilt auch als das wahrscheinlichste Risiko.
Gleichzeitig ist das Pandemierisiko aus den Top 3 gefallen.
Cyber-Angriffe und geopolitische Risiken bleiben konstant hoch.
Das britische politische Risiko sank auf den niedrigsten Stand seit dem EU-Referendum.
Finanzstabilität im Schatten der Inflation
Die Umfrageergebnisse spiegeln die globale Besorgnis über steigende Inflation wider, die sich Anfang 2022 bereits abzeichnete, noch bevor der Krieg in der Ukraine die Preisdynamik weiter verschärfte.
Für die Bank of England sind diese Wahrnehmungen der Marktteilnehmer entscheidend für ihre Einschätzung der Finanzstabilität und die Kalibrierung geldpolitischer Maßnahmen.
Die Verschiebung weg von Pandemie-Sorgen hin zu Inflationsrisiken unterstreicht die sich wandelnden Prioritäten und Herausforderungen für Zentralbanken weltweit.
Die Daten bieten eine Momentaufnahme der Stimmung vor einem großen geopolitischen Schock.
Klarer Fokus auf Inflationsrisiko
Die Quelle bietet wertvolle Einblicke in die sich wandelnde Risikowahrnehmung der Marktteilnehmer im Vereinigten Königreich, insbesondere den signifikanten Anstieg des Inflationsrisikos als Top-Sorge.
Obwohl deskriptiv, liefert sie wichtige Daten für die Finanzstabilitätsanalyse der BoE.
Die Relevanz ist hoch, da sie die Prioritäten der Marktteilnehmer vor dem Ukraine-Krieg aufzeigt und somit eine wichtige Basis für weitere Analysen bildet.