Hypotheken-Stundungen federten Covid-Schock für Haushalte ab
Zahlungsaufschübe stabilisierten Wirtschaft
Die Bank of England analysiert, wie Hypotheken-Zahlungsaufschübe britische Haushalte während der Covid-19-Krise stützten.
Die Maßnahme verhinderte, dass die hohe Verschuldung der Haushalte die Rezession verstärkte.
Kreditnehmer mit Stundungen reduzierten ihre Ausgaben weniger stark, obwohl sie häufiger Einkommenseinbußen erlitten.
Ein Drittel der Stundungen erfolgte präventiv, ohne direkten Einkommensverlust, was die Unsicherheit minderte und weitere Ausgabenkürzungen verhinderte.
Die meisten Kreditnehmer haben ihre Zahlungen inzwischen wieder aufgenommen, was die Wirksamkeit der Politik unterstreicht, eine tiefere wirtschaftliche Abschwächung zu verhindern.
Lehren aus der Krisenbewältigung
Die Analyse der Bank of England liefert wichtige empirische Belege für die Wirksamkeit von Politikmaßnahmen zur Stabilisierung der Haushalte in Krisenzeiten.
Sie reiht sich ein in die Debatte über die Rolle von Zentralbanken und Regierungen bei der Abfederung wirtschaftlicher Schocks, insbesondere im Hinblick auf die Anfälligkeit durch Haushaltsverschuldung.
Die Ergebnisse sind relevant für die Gestaltung zukünftiger Krisenreaktionsstrategien und unterstreichen die Bedeutung koordinierter fiskalischer und geldpolitischer Instrumente zur Vermeidung einer Verstärkung von Rezessionen.
Empirische Bestätigung der Krisenpolitik
Die Studie bietet wertvolle empirische Daten zur Wirksamkeit von Hypotheken-Zahlungsaufschüben als Stabilisierungsinstrument während der Covid-Krise.
Sie liefert wichtige Erkenntnisse für die Finanzstabilität und zukünftige Krisenbewältigungsstrategien, indem sie zeigt, wie eine Verschärfung der Rezession durch Haushaltsverschuldung verhindert wurde.
Obwohl keine neuen politischen Signale gesetzt werden, ist die Analyse für Policy-Experten und Regulierer von hoher Relevanz.