BoE: Engere Spanne bei Hypotheken-Risikogewichten fördert Wettbewerb
Regulierungsreformen gleichen Hypotheken-Risiken an
Eine Analyse von Mitarbeitern der Bank of England (BoE) und der Prudential Regulation Authority (PRA) zeigt auf, dass sich die Kluft zwischen modellbasierten (IRB) und standardisierten (SA) Risikogewichten für Wohnbauhypotheken bis 2025 erheblich verengen wird.
Haupttreiber sind die geplante Umsetzung der Basel 3.1-Standards, die das SA-Rahmenwerk risikosensitiver gestalten und Risikogewichte für Hypotheken mit niedrigem Beleihungsauslauf (LTV) senken, sowie Anpassungen der IRB-Modellierung, die die durchschnittlichen IRB-Risikogewichte leicht erhöhen.
Diese Konvergenz soll den Wettbewerb im Hypothekenmarkt fördern, insbesondere für kleinere Banken, die den SA nutzen, und die Entwicklung eines einfacheren Aufsichtsregimes unterstützen.
Wettbewerbsfähigkeit kleinerer Banken im Fokus
Diese Analyse ist im Kontext der laufenden Debatte um die Umsetzung von Basel 3.1 und die Schaffung eines „Strong and Simple Framework“ für kleinere Banken und Bausparkassen im Vereinigten Königreich zu sehen.
Sie adressiert ein langjähriges Problem der Wettbewerbsverzerrung, bei dem IRB-Banken aufgrund niedrigerer Kapitalanforderungen einen Vorteil gegenüber SA-Banken hatten.
Die BoE/PRA signalisiert hier ihr Engagement, ihr sekundäres Ziel der Förderung effektiven Wettbewerbs zu erreichen, ohne die Finanzstabilität zu gefährden.
Die Ergebnisse untermauern die Annahme der PRA, dass Basel 3.1 eine verbesserte Grundlage für ein vereinfachtes Kapitalrahmenwerk darstellt.
Wichtiger Schritt für fairen Wettbewerb
Die Analyse liefert wichtige quantitative Einblicke in die erwarteten Auswirkungen der Basel 3.1-Umsetzung und der IRB-Reformen auf die Kapitalanforderungen im Hypothekenmarkt.
Sie ist von hoher Relevanz für alle im UK-Hypothekenmarkt tätigen Institute, insbesondere für kleinere Banken und Bausparkassen.
Die explizite Verknüpfung der Regulierung mit dem Wettbewerbsziel der PRA macht sie zu einem klaren Signal für die zukünftige Ausrichtung der Aufsicht und die Gestaltung des „Strong and Simple Framework“.