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Londoner FX-Handel auf Rekordkurs: AI und T+1 prägen die Agenda

Rekordumsatz trifft auf Strukturwandel

Londoner Devisenhandel erreichte im April 2025 einen Rekordumsatz von 4,045 Billionen Pfund täglich, den stärksten Anstieg seit 2013.

Dieser Boom, getragen von Spot- und Optionsgeschäften, spiegelt eine robuste US-Wirtschaft und nachlassende Marktvolatilität wider, die prozyklische Währungen stärkte.

Gleichzeitig bereitet sich der Markt auf tiefgreifende Strukturveränderungen vor: Künstliche Intelligenz könnte den FX-Markt spalten und die Nachfrage nach hochqualifizierten Spezialisten massiv erhöhen.

Die bevorstehende T+1-Wertpapierabwicklung in UK, EU und der Schweiz sowie die Integration von Krypto-Assets prägen die strategische Agenda.

London als Seismograph des FX-Wandels

Die Londoner FXJSC-Protokolle spiegeln Londons anhaltende Dominanz im globalen Devisenhandel wider, selbst inmitten disruptiver Kräfte.

Der Rekordumsatz bestätigt die Attraktivität des Standorts.

Doch die Diskussionen um KI und die T+1-Umstellung signalisieren einen bevorstehenden Paradigmenwechsel.

Diese Entwicklungen versprechen Effizienz, bergen aber auch das Risiko einer Marktkonzentration und erfordern eine schnelle Anpassung, um Londons Vormachtstellung zu sichern.

Rekordzahlen, aber der Blick geht nach vorn

Die Protokolle zeigen einen robusten Londoner FX-Markt, der sich jedoch intensiv mit den Herausforderungen der Zukunft auseinandersetzt.

Der Rekordumsatz ist eine Momentaufnahme, doch die eigentlichen Signale liegen in den Diskussionen um KI-induzierte Marktkonzentration und die weitreichenden Implikationen der T+1-Umstellung.

Dies ist weniger eine Bestandsaufnahme als ein Ausblick auf die strategischen Prioritäten der Branche und ihrer Regulierer.