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Bank of England: 24/7-Zahlungsverkehr kommt, Liquiditätsrisiken im Fokus

BOE-Gruppe warnt vor Liquiditätsrisiken bei Systemausbau

Die Bank of England hat die Protokolle der SONIA Stakeholder Advisory Group vom 22. Oktober 2025 veröffentlicht, die wichtige Diskussionen über die Zukunft der britischen Finanzmärkte beleuchten.

Im Mittelpunkt standen Pläne zur Ausweitung der RTGS- und CHAPS-Betriebszeiten auf nahezu 24/7 bis zur zweiten Hälfte 2027, wobei eine weitere Konsultation Anfang 2026 folgt.

Die Gruppe äußerte Bedenken hinsichtlich potenzieller Liquiditätsrisiken, erhöhter Kosten und Fragmentierung der Marktaktivität durch längere Zahlungsperioden und höhere Pufferanforderungen.

Zudem wurde der Einfluss des Reservenabbaus auf die Sterlingmärkte erörtert, der zu erhöhter Ratenvolatilität führen könnte.

Maßnahmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit im Gilt-Repo-Markt, wie der Einsatz von Zentral-Clearings, wurden diskutiert, wobei freiwillige Teilnahme bevorzugt wird.

SONIA ist als primärer Benchmark fest etabliert.

Zwischen Modernisierung und Marktstabilität

Die Diskussionen der SONIA-Gruppe sind im Kontext globaler Bemühungen zur Modernisierung von Zahlungssystemen und zur Stärkung der Finanzmarktstabilität zu sehen.

Während Zentralbanken weltweit auf nahezu 24/7-Betrieb umstellen, beleuchtet die Bank of England die komplexen Herausforderungen bei der Umsetzung, insbesondere im Hinblick auf Liquiditätsmanagement und Kosten.

Gleichzeitig spiegelt die Debatte über den Reservenabbau und die Gilt-Repo-Markt-Resilienz die anhaltenden Anpassungen an die Bilanznormalisierung der Zentralbanken und die Lehren aus jüngsten Marktstörungen wider.

Die Protokolle bieten wichtige Einblicke in die operativen und strategischen Überlegungen der BOE und der Marktteilnehmer.

Wichtige Einblicke in operative Herausforderungen

Diese Protokolle bieten detaillierte Einblicke in die operativen und strategischen Herausforderungen, denen sich die Bank of England und die Marktteilnehmer bei der Modernisierung der Zahlungssysteme und der Anpassung an den Reservenabbau gegenübersehen.

Sie skizzieren konkrete Zeitpläne für die RTGS-Erweiterung und beleuchten die kritischen Bedenken der Industrie bezüglich Liquidität, Kosten und Fragmentierung.

Die Diskussionen zur Gilt-Repo-Resilienz sind zudem relevant für die Finanzstabilität.