Britische Geldmärkte: BOE und Euroclear automatisieren Sicherheiten
Effizienz-Boost für den Repo-Markt
Die Bank of England und Euroclear treiben die Modernisierung der britischen Geldmärkte voran.
Eine zentrale Änderung betrifft die Zuteilung von Sicherheiten im Short Term Repo (STR) der BOE: Ab April 2026 werden Anleihen mit dem niedrigsten Haircut zuerst ausgewählt, um operationelle Reibungsverluste zu mindern.
Parallel dazu schreitet das CREST-Transformationsprojekt voran, das bis Ende 2028 eine Tri-Party-Lösung und ein automatisiertes Collateral Management System (CMS) einführen soll.
Diese Schritte, die auf Marktfeedback basieren, versprechen eine signifikante Effizienzsteigerung und eine tiefere Integration der Sicherheitenverwaltung.
Infrastruktur-Upgrade für Finanzstabilität
Die Bank of England verfolgt seit Längerem das Ziel, den britischen Geldmarkt auf ein Repo-geführtes Framework umzustellen.
Das Diskussionspapier vom Dezember 2024 legte den Grundstein.
Die nun beschlossenen Änderungen bei der DBV-Zuteilung sind eine direkte Antwort auf das Marktfeedback und zeigen, wie die Notenbank technische Anpassungen nutzt, um die Effizienz und Attraktivität ihrer Liquiditätsfazilitäten zu steigern.
Es ist ein Baustein im größeren Puzzle der Finanzmarktstabilität und der Resilienz der Finanzinfrastruktur.
Mehr Automatisierung, weniger Reibung
Die Protokolle skizzieren konkrete, wenn auch technische, Fortschritte bei der Modernisierung der britischen Geldmarktinfrastruktur.
Die Umstellung der DBV-Zuteilung und das CREST-Projekt sind entscheidend für die Effizienz und Robustheit des Repo-Marktes.
Für Marktteilnehmer, insbesondere im Collateral Management, sind dies keine Kleinigkeiten, sondern wichtige Weichenstellungen für die kommenden Jahre.