BoE-Direktorin Mann: Bilanzabbau und neue Liquiditätsregeln fordern Geldpolitik heraus
QT und Zinssteuerung im Übergang
Catherine L. Mann, Mitglied des geldpolitischen Ausschusses der Bank of England (BoE), beleuchtet in ihrer Rede die komplexen Herausforderungen für Zentralbanken: den Zinszyklus, die Bilanznormalisierung (Quantitative Tightening, QT) und neue institutionelle Designs für die Reservenverwaltung.
Sie konzentriert sich auf die BoE-Strategie, die mit neuen Fazilitäten (Short-Term Repo, STR; Indexed Long-Term Repo, ILTR) die Zinssteuerung in einem Übergang von einem Überfluss- zu einem nachfragegesteuerten Reservesystem sichern soll.
Mann betont die Unsicherheiten beim Erreichen des „Knickpunkts“ der Reservennachfrage und die Notwendigkeit weiterer Forschung, um die Auswirkungen auf die Geldpolitik und Marktinformationen zu verstehen.
Zentralbanken im QT-Dilemma
Die Rede ordnet sich in die globale Debatte über den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik ein, bei der Zentralbanken wie die BoE und die Fed ihre massiv aufgeblähten Bilanzen reduzieren.
Während die Zinspfade im Fokus stehen, sind die operativen Details des Bilanzabbaus und der Liquiditätssteuerung entscheidend für die effektive Transmission der Geldpolitik.
Manns Ausführungen sind bemerkenswert, da sie die spezifischen Herausforderungen und die neuen Instrumente der BoE detailliert darlegt und offen Fragen zur Marktinformation und Stabilität aufwirft, die auch andere Zentralbanken beschäftigen.
Wichtige Fragen zur Bilanznormalisierung
Die Rede bietet detaillierte Einblicke in die operative Umsetzung des Quantitative Tightening und die neue Liquiditätsarchitektur der BoE.
Sie ist wichtig für Spezialisten, da sie die Mechanismen der Zinssteuerung im Übergang von einem Überfluss- zu einem nachfragegesteuerten Reservesystem erklärt.
Obwohl keine direkten Policy-Ankündigungen gemacht werden, liefert sie wertvolle Forward Guidance zu den Herausforderungen und Unsicherheiten, die die BoE in den kommenden Monaten beschäftigen werden.