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BoE startet Synchronisations-Lab für RT2: Zukunftsfähige Abwicklung im Fokus

BoE testet RT2-Synchronisation mit Industrie-Lab

Die Bank of England startet ein "Synchronisation Lab", um die Entwicklung einer neuen "Synchronisation"-Fähigkeit für ihren erneuerten Echtzeit-Bruttoabwicklungsservice (RT2) voranzutreiben.

Diese Funktion soll die atomare Abwicklung von Zentralbankgeld ermöglichen, indem die Abwicklung von Geldern in RT2 an Vermögenswerte auf externen Ledger gekoppelt wird.

Ziel des Labs ist es, Designentscheidungen zu validieren, die Flexibilität der Synchronisation zu demonstrieren und die Bereitschaft des Ökosystems zu fördern.

Das Lab startet im Frühjahr 2026 für sechs Monate mit einer Kohorte von Teilnehmern, die Prototypen entwickeln und Anwendungsfälle testen werden.

Es werden zwei Modelle für den Informationsaustausch zwischen RT2 und Synchronisationsbetreibern untersucht, die unterschiedliche Vor- und Nachteile in Bezug auf Kontrolle, Komplexität und Integration bieten.

Die Ergebnisse sollen die zukünftige Gestaltung und Bereitstellung der RT2-Synchronisationsfähigkeit direkt beeinflussen.

Bewerbungen von privaten oder öffentlichen Organisationen, die als Synchronisationsbetreiber agieren möchten, sind bis zum 28. November 2025 möglich.

Das Lab ist ein entscheidender Schritt zur Modernisierung der britischen Zahlungsinfrastruktur und zur Ermöglichung innovativer Finanzdienstleistungen.

Hintergrund: RTGS-Modernisierung und Innovation

Die Einführung des Synchronisation Labs ist ein logischer nächster Schritt in der Modernisierung der britischen Zahlungsinfrastruktur durch die Bank of England.

Nach der Konsultation zur RTGS-Roadmap 2022 und der Einführung des erneuerten RTGS-Dienstes (RT2) im Jahr 2025, priorisiert die BoE die Entwicklung einer Synchronisationsfähigkeit.

Diese Initiative baut auf früheren Kooperationen mit der Industrie und Experimenten mit dem BIS Innovation Hub auf.

Das Lab dient dazu, vor finalen Entscheidungen über Design und Implementierung einer Live-Synchronisationsfähigkeit Vertrauen zu schaffen und die Bedürfnisse der Nutzer zu verstehen.

Es ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer effizienteren und innovativeren Abwicklung im Zentralbankgeld, die neue Anwendungsfälle für atomare Transaktionen ermöglichen soll.

Wichtiger Schritt für zukünftige Zahlungssysteme

Das Synchronisation Lab ist ein entscheidender Schritt für die Bank of England, um die zukünftige Ausgestaltung der RT2-Synchronisationsfähigkeit zu definieren.

Durch die direkte Einbindung der Industrie in die Testphase wird die BoE wertvolle Erkenntnisse gewinnen, die unmittelbar in die Design- und Implementierungsentscheidungen einfließen.

Dies signalisiert eine klare Verpflichtung der Zentralbank zur Innovation im Bereich der Zentralbankgeldabwicklung und zur Unterstützung neuer, atomarer Transaktionsmodelle, was erhebliche Auswirkungen auf den Finanzmarkt haben könnte.

Original: Synchronisation Lab – terms of participation

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