BoE-Gouverneur Bailey: UK-Wachstum gebremst, Inflation auf dem Weg zum Ziel
UK-Wirtschaft: Moderates Wachstum, hartnäckige Inflation
Andrew Bailey, Gouverneur der Bank of England, sprach am 26. Juni 2025 über die Herausforderungen der britischen Wirtschaft in einer unvorhersehbaren Welt.
Er betonte die seit Jahrzehnten verlangsamte potenzielle Wachstumsrate des Vereinigten Königreichs, die die Geldpolitik einschränkt und eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe darstellt.
Während das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2025 stark war, erwartet Bailey für die kommenden Quartale eine moderate Entwicklung, gebremst durch hohe Sparquoten und Investitionszurückhaltung.
Die Inflation stieg kurzfristig auf 3,4% im Mai, primär durch externe Faktoren wie Energie- und regulierte Preise, soll aber 2025 zum 2%-Ziel zurückkehren.
Die Bank of England hält an einer restriktiven Geldpolitik fest, um hartnäckige Preisdrücke zu eliminieren, trotz Anzeichen einer Lockerung am Arbeitsmarkt.
BoE im Spagat zwischen Inflation und Wachstum
Die Rede von Andrew Bailey erfolgt in einer Phase erhöhter globaler Unsicherheit, die von geopolitischen Konflikten und unvorhersehbaren Handelspolitiken geprägt ist.
Im Inland ringt die Bank of England weiterhin mit der Inflationsbekämpfung, während gleichzeitig die Rufe nach Zinssenkungen lauter werden, um das schwächelnde Wirtschaftswachstum zu stützen.
Baileys Betonung der langfristigen Herausforderung des potenziellen Wachstums und die Unterscheidung zwischen extern bedingten Preissteigerungen und zugrunde liegenden Inflationsdrücken sind bemerkenswert.
Sie signalisieren eine vorsichtige Haltung der MPC, die trotz des kurzfristigen Inflationsanstiegs den Blick auf die mittelfristige Rückkehr zum Ziel richtet und die Notwendigkeit einer restriktiven Politik unterstreicht.
BoE-Chef: Kursbestätigung mit feinen Nuancen
Die Rede bietet eine umfassende Analyse der aktuellen Wirtschafts- und Inflationslage im Vereinigten Königreich aus Sicht des BoE-Gouverneurs.
Besonders hervorzuheben ist die detaillierte Unterscheidung zwischen externen, temporären Inflationsfaktoren und zugrunde liegenden Preisdrücken, was für die Zinspolitik entscheidend ist.
Obwohl keine direkten neuen Policy-Signale gesetzt werden, bekräftigt Bailey den restriktiven Kurs und die Notwendigkeit eines „gradual and careful approach“ bei weiteren Schritten, was als vorsichtige Forward Guidance zu werten ist.
Die Betonung des potenziellen Wachstums ist ein wichtiges strukturelles Element.