Bank of England senkt OSF-Spreads: Liquiditätsmanagement im Fokus
BOE passt Liquiditätsfazilitäten an
Die Bank of England (BOE) hat am 8. Dezember 2025 eine wichtige Anpassung ihrer operativen Rahmenbedingungen für die Bereitstellung von Reserven bekannt gegeben.
Im Zuge ihres Übergangs zu einem repo-geführten, nachfrageorientierten Framework reduziert die BOE den Spread ihrer Operational Standing Facility (OSF).
Der neue Spread beträgt nun Bank Rate +15 Basispunkte für die Kreditfazilität und Bank Rate -15 Basispunkte für die Einlagenfazilität, zuvor +/- 25 Basispunkte.
Diese Neukalibrierung soll es Gegenparteien ermöglichen, besser auf Liquiditätsbedürfnisse zwischen den regulären Marktoperationen zu reagieren und kurzfristige Marktzinsen an den Bank Rate zu binden, während das Risiko der Disintermediation begrenzt wird.
Die BOE kündigte zudem eine Überprüfung der Discount Window Facility (DWF) für Anfang 2026 an und betonte, dass alle Sterling Monetary Framework (SMF) Fazilitäten weiterhin zur Liquiditätssteuerung genutzt werden sollen.
Die Änderungen treten sofort in Kraft.
BOE festigt neues Liquiditätsrahmenwerk
Die Anpassung der OSF-Spreads ist ein weiterer konsequenter Schritt der Bank of England in ihrem bereits 2022 begonnenen Übergang zu einem repo-geführten, nachfrageorientierten operativen Rahmenwerk.
Nach der Einführung des Short-Term Repo (STR) und der Neukalibrierung des Indexed Long-Term Repo (ILTR) in diesem Jahr, konzentriert sich die BOE nun auf ihre bilateralen On-Demand-Fazilitäten.
Diese Maßnahme ist auch im Kontext der Lehren aus den Liquiditätsereignissen vom März 2023 zu sehen und zielt darauf ab, die Stabilität des Finanzsystems zu erhöhen.
Die angekündigte Überprüfung der Discount Window Facility (DWF) und die Aktualisierung des aufsichtsrechtlichen Liquiditätsrahmens durch die PRA unterstreichen die umfassende Neuausrichtung der BOE im Bereich Liquiditätsmanagement und Finanzstabilität.
Wichtige operative Anpassung
Die BOE liefert hier eine klare, sofort wirksame Anpassung ihrer operativen Fazilitäten.
Dies ist ein starkes Signal für die konsequente Umsetzung des neuen repo-geführten Liquiditätsrahmens.
Obwohl es keine direkte Änderung der Geldpolitik darstellt, ist es für das Liquiditätsmanagement der Banken und die Verankerung der kurzfristigen Marktzinsen von hoher Relevanz.
Die Ankündigung weiterer Schritte, insbesondere zur DWF und zum aufsichtsrechtlichen Rahmen, unterstreicht die umfassende Neuausrichtung.