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BOE: US-Nachfrage und China-Lockdowns trieben Lieferketten-Engpässe an

Zentralbank analysiert Inflationsursachen

Die Bank of England (BOE) analysiert die globalen Lieferketten-Engpässe, die maßgeblich zu den weltweiten Inflationsdruck beigetragen haben.

Ihr "Global Supply Chain Index (SCI)" stieg 2021 stark an und bleibt trotz leichter Entspannung erhöht.

Haupttreiber waren die robuste US-Nachfrage nach langlebigen Gütern, unterstützt durch Fiskalstimuli, sowie Covid-bedingte Lockdowns in China, die periodisch die Produktion störten.

Auch hohe Versandkosten spielten eine Rolle.

Die BOE erwartet bei weiterer Entspannung dieser Faktoren einen Rückgang des SCI und eine allmähliche Mäßigung der Güterpreisinflation, betont jedoch die Unsicherheit der Prognose.

Einordnung der globalen Inflationsdynamik

Diese Analyse der BOE liefert eine detaillierte, modellgestützte Erklärung für die Ursachen der jüngsten globalen Lieferkettenprobleme, die im Zentrum der aktuellen Inflationsdebatte stehen.

Sie ergänzt die Diskussionen anderer Zentralbanken und internationaler Organisationen zur Rolle von angebotsseitigen Schocks gegenüber nachfrageseitigen Impulsen.

Die Verwendung des hauseigenen SCI und die spezifische Zerlegung der Treiber bieten institutionellen Anlegern und politischen Entscheidungsträgern wertvolle Einblicke in die Komplexität der Inflationsdynamik und die potenziellen Wege zur Entspannung.

Fundierte Analyse ohne neue Policy-Signale

Die BOE liefert eine präzise, datengestützte Zerlegung der Lieferketten-Engpässe, die für das Verständnis der globalen Inflation unerlässlich ist.

Die Methodik mit dem Global SCI und der VAR-Modellierung bietet neue Substanz.

Obwohl die Analyse wichtige Erkenntnisse über die Treiber der Inflation liefert und eine mögliche Entspannung prognostiziert, enthält sie keine direkten geldpolitischen Signale oder eine Änderung der Position der Zentralbank.

Original: What is driving global supply chain bottlenecks?

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