BOJ hebt Zinsen an: Weitere Straffung fest eingeplant
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BOJ hebt Zinsen an: Weitere Straffung fest eingeplant

Japans Zinswende nimmt Fahrt auf

Die Bank of Japan hat einstimmig den Leitzins für den unbesicherten Übernacht-Geldmarktsatz auf 0,75 Prozent angehoben.

Auch der Einlagensatz steigt auf 0,75 Prozent, der Basiskreditzins auf 1,0 Prozent.

Die Entscheidung, die ab dem 22. Dezember 2025 gilt, begründet die BOJ mit einer gestiegenen Wahrscheinlichkeit für eine nachhaltige Lohn-Preis-Spirale.

Trotz der Straffung bleiben die realen Zinsen deutlich negativ, was die akkommodierenden Finanzbedingungen unterstreicht.

Abschied von der Deflationsangst

Jahrelang kämpfte die Bank of Japan gegen die Deflation, nun scheint der Knoten geplatzt.

Die heutige Zinsanhebung ist ein weiterer Schritt weg von der ultra-lockeren Geldpolitik, die Japan über Jahrzehnte prägte.

Während die Inflation zuletzt auch von externen Schocks getrieben wurde, sieht die BOJ nun eine robuste, inländisch getriebene Lohn-Preis-Dynamik.

Die Dissens-Voten einiger Ratsmitglieder, die die Inflation bereits als erreicht sehen, zeigen jedoch, dass die Debatte um das Tempo der Normalisierung intern weitergeht.

Historischer Schritt mit klarer Ansage

Die BOJ vollzieht eine deutliche Zinsanhebung und signalisiert explizit weitere Schritte.

Dies ist ein klares Zeichen für das Vertrauen in die Nachhaltigkeit der Inflation und die Lohn-Preis-Spirale.

Die Betonung, dass die realen Zinsen weiterhin negativ bleiben, zeigt jedoch eine vorsichtige, schrittweise Normalisierung, die die Wirtschaft nicht abwürgen soll.

Original: Change in the Guideline for Money Market Operations

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