BOJ drosselt Anleihekäufe, warnt vor Handelskrieg-Folgen
JGB-Kürzung und globale Unsicherheit
Die Bank of Japan hat ihre monatlichen Anleihekäufe wie geplant reduziert, ein Schritt, der die vorsichtige Normalisierung ihrer Bilanz unterstreicht.
Während die heimische Wirtschaft eine moderate Erholung zeigt, getragen von robustem Konsum und steigenden Löhnen, trüben globale Handelspolitiken und deren Auswirkungen auf Unternehmensgewinne das Bild.
Die Notenbank sieht eine nachlassende Inflation zum Jahresende 2025, warnt aber explizit vor hohen Unsicherheiten durch internationale Handelskonflikte und die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft.
Der Yen wertete gegenüber Dollar und Euro ab.
Japan zwischen Binnenstärke und globalem Gegenwind
Japans Notenbank navigiert weiterhin durch ein komplexes Umfeld.
Nach Jahren der ultralockeren Geldpolitik und dem jüngsten Ausstieg aus Negativzinsen setzt die BOJ ihren vorsichtigen Bilanzabbau fort.
Die Protokolle zeigen, wie die Notenbank versucht, die heimische Wirtschaft auf einem moderaten Wachstumspfad zu halten, während sie gleichzeitig die geopolitischen und handelspolitischen Risiken im Auge behält, die die globale Konjunktur belasten und Japans Exportsektor direkt betreffen könnten.
Geplante Straffung trifft auf globale Skepsis
Die Protokolle bestätigen den schrittweisen Abbau der BOJ-Bilanz, der jedoch bereits im Juni beschlossen wurde.
Die eigentliche Botschaft liegt in der detaillierten Einschätzung der Risiken: Globale Handelspolitiken und deren Bremswirkung auf Japans Exportwirtschaft und Unternehmensgewinne sind die Hauptsorge.
Dies dämpft die ansonsten moderate Erholung und lässt die Notenbank trotz der Anleihekürzung auf einem vorsichtigen Kurs verharren.
Ein klares Signal für weitere geldpolitische Schritte bleibt aus.