BOJ strafft Bilanz: JGB-Kürzung und ETF-Verkäufe konkretisiert
Bilanzstraffung in zwei Akten
Die Bank of Japan leitet eine neue Phase der Bilanzstraffung ein.
Der halbjährliche Bericht an den Diet enthüllt konkrete Pläne zur Reduzierung der monatlichen JGB-Käufe, die bis Anfang 2027 auf rund 2 Billionen Yen sinken sollen, beginnend mit vierteljährlichen Kürzungen von 400 Milliarden Yen.
Parallel dazu wird die BOJ ab sofort ETFs und J-REITs im Wert von jährlich 330 bzw. 5 Milliarden Yen verkaufen.
Diese Schritte erfolgen vor dem Hintergrund einer moderaten Wirtschaftserholung und einer Inflation, die sich im Berichtszeitraum zwischen 3 und 3,5 Prozent bewegte, und markieren einen vorsichtigen, aber klaren Abschied von der Ära der ultralockeren Geldpolitik.
Japans Weg aus der Ultra-Lockerung
Nach Jahren der ultralockeren Geldpolitik und dem jüngsten Schritt, den Leitzins auf 0,5 Prozent anzuheben, setzt die BOJ ihren Normalisierungspfad fort.
Die nun detaillierten Pläne zum Abbau der Bilanz sind die logische Konsequenz aus der Notwendigkeit, das massive Erbe der quantitativen Lockerung zu reduzieren.
Dies geschieht in einem globalen Umfeld, das von Handelsunsicherheiten und steigenden Zinsen in den USA und Europa geprägt ist, was den Druck auf die BOJ erhöht, ihre eigene Politik anzupassen, ohne die fragile Erholung Japans zu gefährden.
Der sanfte Abschied vom QE-Erbe
Der Bericht bestätigt die Entschlossenheit der BOJ, ihr massives QE-Erbe abzubauen.
Die detaillierten Fahrpläne für JGB-Kürzungen und die erstmalige Ankündigung von ETF-Verkäufen sind konkrete Schritte, die über die reine Zinspolitik hinausgehen.
Es ist ein Balanceakt: Die Zentralbank will die Normalisierung vorantreiben, ohne die Märkte zu verunsichern, und signalisiert damit einen sanften, aber unumkehrbaren Wandel.