Japans Dienstleistungsinflation stabilisiert sich bei 2,7 Prozent
BOJ Data

Japans Dienstleistungsinflation stabilisiert sich bei 2,7 Prozent

Preisdruck im Servicesektor konsolidiert

Japans Dienstleistungssektor zeigt im November 2025 einen stabilen Preisauftrieb: Der Services Producer Price Index (SPPI) stieg im Jahresvergleich um 2,7 Prozent.

Diese Rate, die auch ohne internationale Transportkosten identisch ausfällt, bestätigt die bereits revidierte Oktoberzahl.

Damit scheint sich der Preisdruck nach einer zuvor stärkeren Dynamik zu konsolidieren.

Treibende Kräfte bleiben vor allem Hotels, der inländische Flugverkehr und Personaldienstleistungen, auch wenn die Hotelpreise ihren Anstieg etwas verlangsamten.

Die Daten liefern der Bank of Japan wichtige Anhaltspunkte für ihre Inflationsbewertung.

BOJ im Inflationsdilemma

Für die Bank of Japan ist die Entwicklung der Dienstleistungspreise ein entscheidender Gradmesser für die Nachhaltigkeit ihres 2-Prozent-Inflationsziels.

Insbesondere die Verknüpfung mit Lohnwachstum macht diesen Sektor zum Fokus der geldpolitischen Debatte.

Die nunmehrige Stabilisierung bei 2,7 Prozent, nach einer deutlichen Abwärtsrevision der Vormonatsdaten, könnte die BOJ in ihrer vorsichtigen Haltung bestärken und die Dringlichkeit weiterer Normalisierungsschritte relativieren.

Der Blick richtet sich auf die Frage, ob der Preisdruck im Dienstleistungssektor aus eigener Kraft weiter anziehen kann oder ob er an Schwung verliert.

Revision dämpft Dynamik

Die headline-Zahl von 2,7 Prozent deutet auf einen stabilen Preisdruck hin.

Entscheidend ist jedoch die Abwärtsrevision der Oktoberdaten, die suggeriert, dass die zugrunde liegende Dynamik weniger robust ist als zunächst angenommen.

Dies erschwert die Einschätzung der BOJ zur Nachhaltigkeit der Inflation.

Original: Services Producer Price Index (Nov.)

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