Ueda: Japans Preisziel braucht Lohnschub
Lohnwachstum als Inflationsmotor
BOJ-Gouverneur Kazuo Ueda bekräftigt das Ziel der Preisstabilität, knüpft dessen nachhaltige Erreichung jedoch explizit an robuste Lohnsteigerungen.
Vor dem Keidanren, Japans mächtigem Wirtschaftsverband, unterstrich Ueda die Notwendigkeit einer positiven Lohn-Preis-Spirale, um die Wirtschaft aus der Deflation zu führen und eine stabile Nachfrage zu sichern.
Das Signal ist klar: Ohne signifikante Lohnerhöhungen, die die Kaufkraft stärken, wird die Bank of Japan ihren Kurs nicht ändern.
Eine klare Ansage an die Unternehmen, die Schlüsselrolle bei der Inflationswende zu spielen.
Japans ewige Lohn-Preis-Debatte
Japans Zentralbank kämpft seit Jahrzehnten gegen die Deflation.
Trotz massiver geldpolitischer Lockerung blieb das 2-Prozent-Inflationsziel oft unerreichbar, da die Löhne nicht nachhaltig stiegen.
Uedas Rede vor den Spitzen der japanischen Wirtschaft ist ein direkter Appell, diese Dynamik zu durchbrechen.
Sie unterstreicht die Überzeugung der BOJ, dass eine echte Trendwende nur gelingt, wenn Unternehmen die Löhne anheben und so eine stabile Binnennachfrage schaffen.
Klare Ansage an die Wirtschaft
Uedas Rede ist eine unmissverständliche Forward Guidance an die japanische Wirtschaft.
Sie verdeutlicht, dass die BOJ ihre ultra-lockere Geldpolitik erst dann substanziell anpassen wird, wenn die Unternehmen durch höhere Löhne den Grundstein für eine nachhaltige Inflation legen.
Ein wichtiger Impuls für die anstehenden Lohnverhandlungen und die Erwartungsbildung.