Japans Geldmarkt: Weniger Liquidität, hohes Vertrauen
Geldmarkt: Weniger T-Bills, mehr Vertrauen
Japans Geldmarkt schrumpft auf der Kreditseite, wie die jüngste Umfrage der Bank of Japan (BOJ) zeigt.
Während die Bargeldaufnahme stabil blieb, sank die Bargeldvergabe, primär getrieben durch einen Rückgang bei T-Bill-Investitionen und nachlassender Nachfrage nach Sicherheiten von Großbanken.
Die 16. jährliche Erhebung unter 383 Marktteilnehmern, durchgeführt im August 2025, offenbart damit eine selektive Kontraktion.
Bemerkenswert ist, dass die Marktteilnehmer die Funktionsfähigkeit des Marktes trotz dieser Entwicklung mehrheitlich als "hoch" einschätzen – ein Vertrauensbeweis in die Stabilität des Systems.
BOJ im Dialog mit den Märkten
Die jährliche Tokyo Money Market Survey ist ein zentrales Instrument der BOJ, um die Dynamik und strukturellen Veränderungen im japanischen Geldmarkt zu verstehen.
Seit 2008, und jährlich seit 2013, liefert sie der Zentralbank wichtige Einblicke für ihren Dialog mit Marktteilnehmern und zur Förderung der Finanzmärkte.
Sie ergänzt die Bond Market Survey und unterstreicht das Engagement der BOJ für Markttransparenz und -entwicklung als Japans Zentralbank.
Die Ergebnisse fließen in die kontinuierliche Marktbeobachtung ein.
Routineblick auf Marktstrukturen
Die Umfrage ist eine routinemäßige Momentaufnahme des japanischen Geldmarktes.
Sie bestätigt strukturelle Verschiebungen, insbesondere den Rückgang der T-Bill-Investitionen und die stabile Kreditaufnahme.
Direkte geldpolitische Signale fehlen, doch die Daten sind für Marktbeobachter relevant, um die Liquiditätsdynamik und das Vertrauen der Akteure zu verfolgen.
Eine Momentaufnahme, keine Weichenstellung.
Original: Trends in the Money Market in Japan
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