EBA-Daten: EU-Banken robust, EDAP öffnet die Tore
Stabile Bilanzen, offene Daten
Europas Banken trotzen hohen makroökonomischen und geopolitischen Risiken mit stabilen Bilanzen.
Die EBA-Daten für Q3 2025 zeigen eine robuste CET1-Quote von 16,3 Prozent, eine NPL-Quote von niedrigen 1,8 Prozent und eine stabile Eigenkapitalrendite (RoE) von 10,7 Prozent.
Zwar sanken LCR und NIM leicht, doch die Kosten-Ertrags-Quote verbesserte sich auf 52,3 Prozent, da die Kosten schneller fielen als die Erträge.
Erstmals sind diese Aufsichtsdaten direkt über das neue European Data Access Portal (EDAP) zugänglich, was einen großen Schritt in Richtung Transparenz darstellt.
Aufsicht setzt auf offene Daten
Seit Jahren fordern Marktteilnehmer und Analysten besseren Zugang zu den komplexen Aufsichtsdaten der europäischen Banken.
Mit dem European Data Access Portal (EDAP) liefert die EBA nun eine zentrale Plattform, die nicht nur Berichte, sondern auch die zugrundeliegenden Rohdaten maschinenlesbar bereitstellt.
Dies markiert einen Paradigmenwechsel in der Transparenzpolitik der Aufsichtsbehörde und ebnet den Weg für eine tiefere Analyse des Sektors, was wiederum die Marktintegration und die Effizienz der Kapitalmärkte in der EU fördern soll.
Stabilität bestätigt, Transparenz erhöht
Die Q3-Daten bestätigen die bereits aus dem Risk Assessment Report bekannten Trends: Der EU-Bankensektor bleibt robust.
Die eigentliche Nachricht ist jedoch der Start von EDAP.
Dies ist ein wichtiger operativer Schritt der EBA, der die Datenanalyse für institutionelle Investoren und Analysten erheblich vereinfachen wird.
Inhaltlich gibt es keine Überraschungen, aber die verbesserte Zugänglichkeit der Daten ist ein starkes Signal für mehr Transparenz.