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EBA fordert Autorisierung für ISDA SIMM-Modelle bis 2026 – EMIR-Konformität entscheidend

EBA fordert ISDA SIMM-Autorisierung

Die EBA ruft Finanz- und Nichtfinanzkontrahenten, die Initial Margin-Modelle basierend auf ISDA SIMM nutzen, dringend dazu auf, die Autorisierung durch ihre zuständigen Behörden zu beantragen.

Dies ist eine direkte Folge der EMIR-Verordnung und eines EBA-No-Action-Letters vom Dezember 2024.

Die EBA hat eine Datenerhebung gestartet, um eine Liste der betroffenen EU-Kontrahenten zu erhalten, die sich bis Ende 2026 einer EBA-Validierung unterziehen müssen.

Kontrahenten, die dieser Aufforderung nicht nachkommen, dürfen ISDA SIMM nicht mehr verwenden und riskieren rechtliche Konsequenzen gemäß EMIR, einschließlich möglicher Strafen.

Der Prozess beginnt mit der Bereitstellung von Informationen an die nationalen Behörden im ersten Halbjahr 2026, gefolgt von der eigentlichen Validierungsanwendung bei der EBA im zweiten Halbjahr 2026.

EMIR-Konformität und Risikomanagement

Diese Aufforderung der EBA ist Teil der kontinuierlichen Bemühungen, die Stabilität des EU-Finanzsystems zu gewährleisten und die Einhaltung der European Market Infrastructure Regulation (EMIR) sicherzustellen.

EMIR schreibt den Austausch von Initial Margins für nicht geclearte OTC-Derivate vor, um das Kontrahentenrisiko zu mindern.

Der ISDA SIMM (Standard Initial Margin Model) ist ein weit verbreitetes Modell zur Berechnung dieser Margins.

Die EBA-Validierung stellt sicher, dass die verwendeten Modelle den regulatorischen Anforderungen entsprechen und konsistent angewendet werden, was für die Risikobewertung und -steuerung von zentraler Bedeutung ist.

Die Maßnahme baut auf früheren Leitlinien und einem "No-Action Letter" der EBA auf, der die Übergangsphase regelte.

Direkte regulatorische Anweisung mit Fristen

Die EBA-Mitteilung ist eine direkte regulatorische Anweisung an eine breite Gruppe von Marktteilnehmern, die ISDA SIMM nutzen.

Sie setzt klare Fristen für die Datenerhebung und Validierung, verbunden mit expliziten Warnungen vor rechtlichen Konsequenzen bei Nichteinhaltung.

Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Compliance-Prozesse und das Risikomanagement der betroffenen Finanz- und Nichtfinanzkontrahenten und ist somit eine wichtige Policy-Ankündigung mit hoher Relevanz für die Finanzmarktstabilität.