EBA zementiert Regeln für Banken-FX-Hedging
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EBA zementiert Regeln für Banken-FX-Hedging

FX-Hedging: Ende des Flickenteppichs

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) finalisiert ihre Technischen Regulierungsstandards (RTS) für strukturelles Fremdwährungsrisiko.

Banken dürfen künftig bei der Berechnung maximaler offener Positionen nur Eigenmittelanforderungen für Kreditrisiken berücksichtigen, wenn diese die Hauptursache für Kapitalquoten-Schwankungen sind.

Die RTS präzisieren zudem, wie FX-Risikopositionen aus Eigenmittelanforderungen entfernt werden und führen spezielle Regeln für illiquide Währungen ein, auch jene unter Sanktionen.

Damit soll der Flickenteppich unterschiedlicher Interpretationen in der EU beendet und eine einheitliche Aufsichtspraxis etabliert werden.

Kampf dem regulatorischen Flickenteppich

Die uneinheitliche Anwendung von Regeln ist ein Dauerthema im europäischen Bankensektor.

Gerade bei komplexen Themen wie dem strukturellen FX-Risiko führte dies zu unterschiedlichen Praktiken und potenzieller regulatorischer Arbitrage.

Die EBA reagiert damit auf eine seit 2020 bestehende Herausforderung, die bereits mit Leitlinien angegangen wurde.

Die nun finalisierten Standards sind ein weiterer Schritt hin zu einer kohärenteren Bankenunion, in der gleiche Risiken auch gleich behandelt werden.

Mehr Klarheit, weniger Spielraum

Diese finalen Standards sind für alle EU-Banken relevant, die strukturelle FX-Positionen halten.

Sie beseitigen Grauzonen und reduzieren den Interpretationsspielraum der nationalen Aufseher.

Das schafft zwar mehr Rechtssicherheit, nimmt aber auch Flexibilität.

Für M&A-Teams und Risikomanager ist das Kleingedruckte entscheidend.