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EBA und NGFS warnen vor hohen Kosten der Klimaträgheit für Finanzstabilität

NGFS: Klimaträgheit bedroht Finanzstabilität

Die EBA unterstützt die NGFS-Erklärung zu den ökonomischen Kosten der Klimaträgheit anlässlich der COP30.

Die Erklärung, getragen von 146 Zentralbanken und Aufsichtsbehörden, betont die steigenden makroökonomischen und finanziellen Risiken verzögerter Klimaschutzmaßnahmen.

Sie warnt, dass eine dreijährige Verzögerung die Übergangskosten bis 2030 von 0,5% auf 1,3% des globalen BIP verdoppeln könnte.

Klimaschocks könnten globale Spillover-Effekte auslösen, die Nahrungsmittel-, Energie- und Lieferketten stören und makrofinanzielle Instabilität verursachen.

Die NGFS fordert Finanzinstitute auf, Klima- und Naturrisiken in Strategien und Operationen zu integrieren.

Die EBA bekräftigt ihr Engagement, Nachhaltigkeitsfaktoren in die EU-Bankenregulierung zu integrieren und Banken bei der Risikobewertung zu unterstützen.

NGFS-Erklärung im Kontext globaler Klimarisiken

Die NGFS-Erklärung anlässlich der COP30 unterstreicht die wachsende Bedeutung von Klima- und Naturrisiken für Zentralbanken und Finanzaufsichtsbehörden weltweit.

Sie spiegelt den Konsens wider, dass diese Risiken nicht nur ökologische, sondern auch erhebliche makroökonomische und finanzielle Auswirkungen haben, die die Kernmandate der Zentralbanken berühren.

Die Beteiligung der EBA und die breite Unterstützung durch die NGFS zeigen die zunehmende Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die Finanzregulierung und -aufsicht, um die Stabilität des Finanzsystems zu gewährleisten und den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu fördern.

Starke Warnung vor Klimarisiken und Handlungsaufforderung

Die gemeinsame Erklärung einer breiten Koalition von Zentralbanken und Aufsichtsbehörden unterstreicht die Dringlichkeit und Relevanz von Klimarisiken für die Finanzstabilität.

Die explizite Warnung vor steigenden Kosten bei Verzögerung und die Aufforderung zur Integration von Klimarisiken in Strategien und Aufsicht sind ein klares Signal.

Dies ist eine starke Forward Guidance, die Erwartungen an das Risikomanagement und die zukünftige Regulierung formuliert.