Bulgarien tritt Eurozone bei: EZB begrüßt 21. Mitglied
Euro-Erweiterung nach Osten
Bulgarien führt heute offiziell den Euro ein und wird damit das 21. Mitglied der Eurozone.
Die Europäische Zentralbank (EZB) begrüßt den Beitritt, der die Zahl der Europäer, die den Euro nutzen, auf 358 Millionen erhöht.
Mit dem Schritt wird die Bulgarische Nationalbank (BNB) Teil des Eurosystems und des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (SSM), wo sie bereits seit 2020 eng kooperierte.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde hob die Symbolkraft des Euro als Zeichen europäischer Einheit und Stärke in geopolitisch unsicheren Zeiten hervor.
Der offizielle Umrechnungskurs liegt bei 1,95583 Lew pro Euro.
Integration als geopolitisches Signal
Der Beitritt Bulgariens zur Eurozone ist mehr als ein technischer Akt; er ist ein geopolitisches Signal.
In Zeiten globaler Unsicherheit betont die EZB die Stärke und Einheit, die der Euro symbolisiert.
Für die Europäische Union bedeutet die Erweiterung eine tiefere Integration eines weiteren Mitgliedsstaates in den Kern des Währungsraums.
Gleichzeitig stärkt die Aufnahme der Bulgarischen Nationalbank in den SSM die Bankenunion, ein seit Jahren verfolgtes Ziel zur Stabilitätssicherung des europäischen Finanzsystems.
Ein erwarteter, aber wichtiger Schritt
Der Beitritt Bulgariens zur Eurozone war lange erwartet und ist das Ergebnis eines mehrjährigen Konvergenzprozesses.
Er sendet keine neuen geldpolitischen Signale, ist aber für die institutionelle Entwicklung der Eurozone und die Integration des Landes von hoher Relevanz.
Die Betonung der Einheit durch Lagarde ist vor dem Hintergrund aktueller geopolitischer Spannungen bemerkenswert.
Original: Bulgaria introduces the euro
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