Lagarde: EZB-Instrumente sichern Stabilität in unsicherer Eurozone
Stabile Inflation, bewährtes Instrumentarium
Christine Lagarde, Präsidentin der EZB, betonte am 3. Dezember 2025 vor dem Wirtschaftsausschuss des EU-Parlaments die Bedeutung des EZB-Instrumentariums zur Sicherung der Geldpolitik-Transmission.
Sie konstatierte ein moderates Wirtschaftswachstum von 0,2% im dritten Quartal, getragen von Binnennachfrage und Dienstleistungen, während Exporte und Industrie durch Zölle gebremst wurden.
Die Inflation liegt mit 2,2% (Kerninflation 2,4%) nahe dem 2%-Ziel, unterstützt durch moderiertes Lohnwachstum.
Die EZB hält an ihrem datenabhängigen Ansatz fest und die Leitzinsen bleiben unverändert.
Lagarde hob OMTs, TPI und PEPP als flexible Werkzeuge hervor, die die Preisstabilität wahren und die Funktionsfähigkeit der Märkte sichern.
Sie forderte zudem stärkere europäische Integration, insbesondere im Kapitalmarkt.
EZB-Stabilität in global unsicherer Zeit
Die Rede erfolgt in einer Phase, in der die Eurozone eine Stabilisierung der Inflation nach einer Periode hoher Preissteigerungen erlebt.
Die EZB hat ihre Leitzinsen seit Oktober 2025 unverändert gelassen, was auf eine vorsichtige Haltung hindeutet.
Lagardes detaillierte Erläuterung der geldpolitischen Instrumente wie OMTs, TPI und PEPP ist eine Reaktion auf anhaltende Debatten über deren Legitimität und Wirksamkeit.
Die Betonung der Notwendigkeit struktureller Reformen und einer stärkeren Kapitalmarktintegration durch die EU-Politik unterstreicht die Grenzen der Geldpolitik und die Forderung nach komplementären Maßnahmen zur Stärkung der europäischen Wirtschaft.
Bekannte Instrumente, stabile Aussichten
Die Rede bietet eine solide Bestätigung des aktuellen geldpolitischen Kurses und der Strategie der EZB.
Obwohl sie eine umfassende Übersicht über die Wirtschaftslage und das Instrumentarium liefert, enthält sie keine neuen geldpolitischen Signale oder eine Anpassung der Forward Guidance.
Der Wert liegt in der transparenten Erklärung der Rolle der EZB-Werkzeuge zur Sicherung der Transmission und der Preisstabilität, sowie im Appell an die Politik für strukturelle Reformen.
Für Marktteilnehmer bietet sie wenig Überraschendes, festigt aber das Verständnis der EZB-Position.